Kundgebung gegen Fracking in München

Der "Gesetzentwurf auf dem Gabentisch" bringt die Fracking-Gegner in Zeitnot. Nun will die Initiative "Abgefrackt - Bündnis Weidener Becken gegen Fracking" mit einer Protestkundgebung am 24. Januar um 12 Uhr am Odeonsplatz in München ihre Kritik an den Plänen der Bundesregierung vermitteln. Offene Briefe unter anderem an Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) flankieren die Proteste. "Wir wünschen uns, dass die Regierung unsere Sorgen ernst nimmt", betont Sprecherin Sonja Schuhmacher in einer Mitteilung.

Die Zeit sei "zu knapp", meinen die Gegner der umstrittenen Fördermethode von Öl und Gas. Denn nur bis zum 23. Januar kann sich die Staatsregierung zum Gesetzentwurf äußern. So bliebe auch die im Juli in den Landtag eingebrachte - und bisher nicht behandelte - Petition zum Schutz des Grundwassers mit über 50 000 Unterstützern außen vor.

Im April 2014 hatte sich Seehofer im Gespräch mit unserer Zeitung deutlich geäußert: "Ganz klar: Fracking wird es in Bayern nicht geben. Darauf können Sie sich verlassen." Auch in der Antwort auf eine Anfrage der Landtagsabgeordneten Annette Karl (SPD) an die Staatsregierung wird versichert: "Es sind ausschließlich geophysikalische Untersuchungen zulässig; nicht jedoch Bohrungen." Und: "Fracking ist auch hier ... grundsätzlich ausgeschlossen."
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