Leben hinter alten Mauern

Über 1000 Dokumente beleuchten im Museum auf Burg Falkenberg das Leben und Wirken von Widerstandskämpfer Friedrich Werner Graf von der Schulenburg. Bild: Grüner

Bei der etwa acht Millionen Euro teuren Sanierung von Burg Falkenberg flossen beträchtliche Fördermittel. Die Geldgeber wollen natürlich, dass das historische Gemäuer nun mit Leben erfüllt wird. Der Marktrat stellte am Mittwoch entscheidende Weichen.

Falkenberg. Nach kontroverser Diskussion stimmten die Räte einem Betreibervertrag zwischen dem Eigentümer der Burg (Markt Falkenberg) und dem Verein "Forum Falkenberg" zu. Kernpunkt ist die weitere Nutzung der Burg. Nach Abschluss dieses Vertrages könne der Betrieb der Burganlage samt Tagungszentrum vom Besitzer auf den Verein "Forum Falkenberg" übertragen werden, informierte Bürgermeister Herbert Bauer.

Burgbeauftragter Matthias Grundler sah darin ein bedeutendes Signal: "Es ist wichtig, dass die Fördergeldgeber sehen, dass auf der Burg Falkenberg ein regelmäßiger Betrieb stattfindet." Die Anlage sei damit in guten Händen, betonte Grundler ergänzend. Peter Bork, Sprecher der Unabhängigen Bürgergemeinschaft Falkenberg (UBF), warnte jedoch vor allzu hohen Gewinnerwartungen. Ziel, so Bork, sei eine schwarze Null, CSU-Marktrat Peter Träger meinte, da müsse man einfach abwarten. Trotz einiger Vorbehalte, die in der sachlich geführten Diskussion laut wurden, bat Bürgermeister Herbert Bauer um eine Entscheidung: Es bleibe der Gemeinde keine andere Wahl, den Betreibervertrag zwischen der Gemeinde als Eigentümer und dem Verein abzuschließen. Letztlich hoben alle Räte die Hand. Die Übertragung erfolgt am 1. Januar, der Vertrag hat eine Laufzeit von fünf Jahren.

Weiteren Diskussionsstoff bot die geplante Sanierung des Kellers und eines Nebengebäudes in der Schwaige. Das von der Marktgemeinde erworbene Gebäude sei - so die Auffassung im Rathaus - aufgrund der Lage ideal für Lagerzwecke. Bürgermeister Herbert Bauer erläuterte den Gemeinderäten den geplanten Umfang der Sanierungsarbeiten. Ziel der Maßnahme sei ein kompletter Abriss und Neubau des Daches, eine Ausbesserung und Überarbeitung des Gewölbes sowie die Neuverlegung von Bodenplatten. Die förderfähigen Kosten summieren sich auf 350 000 Euro. Um weitere Maßnahmen einschließen zu können, empfahl der Bürgermeister eine Erhöhung der Bedarfsanmeldung bei der Regierung (Städtebauförderung) auf 550 000 Euro.

Statt umfangreicher Maßnahmen am Nebengebäude sei die Sanierung des Graf-Schulenburg-Weges vorrangiger, so die Ansicht des UBF-Fraktionssprechers Peter Bork. Die Meinungen seitens der anderen Räte waren unterschiedlich. Einig war man sich, dass beide Maßnahmen in absehbarer Zeit durchgeführt werden müssen. Geschlossen votierte das Gremium schließlich einen Gesamtbedarf von 550 000 Euro anzumelden. In welchem Umfang letztlich Arbeiten laufen, das ließen die Markträte vorerst noch offen.

Gute Zusammenarbeit


Bilanz zogen abschließend die Fraktionssprecher Matthias Grundler und Peter Bork. Grundler freute sich, dass man sich nach Abschluss der Burgsanierung künftig verstärkt anderen Themen widmen könne. Peter Bork würdigte die gute Zusammenarbeit im Marktrat.
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