MdEP Ismail Ertug am Elly-Heuss-Gymnasium
Kritisch interessiert

Politik hochaktuell: Ismail Ertug ist als SPD-Abgeordneter für Bayern im EU-Parlament. Die "Elly"-Schülerinnen steuerten in der Diskussion schnell auf die aktuellen Probleme für Europa zu. Ein Schwerpunkt dabei war der Umgang mit den Flüchtlingen in verschiedenen europäischen Ländern.
Termine an Schulen machen ihm riesigen Spaß. So könne er den jungen Menschen eindrücklicher zeigen, wie wichtig es ist, dass jede und jeder sich aktiv und kritisch mit Politik und Medien auseinandersetzt. Ismail Ertug, SPD-Abgeordneter im Europaparlament, hatte mit seinem Vorhaben bei den 9. Klassen am Ellx-Heuss-Gymnasium erkennbar Erfolg. Mit seinem Vortrag und in der Diskussion mit den Schülerinnen gelang es dem 39-Jährigen, seinem Publikum Chancen und Probleme der Europäischen Union nahezubringen.

Schnell war man in der Diskussion bei den Entwicklungen in der Ukraine oder bei der Situation der Flüchtlinge. Einig war man sich, dass Menschen nicht einfach aus Lust und Laune ihr Land verlassen und ihr Leben riskieren, sondern aus Angst um das eigene Leben und das der Familie oder wegen der Perspektivlosigkeit im eigenen Land. Ismail Ertug machte deutlich, dass alle Mitglieder der EU zur Entschärfung der Situation beitragen und sinnvolle Vorkehrungen treffen müssten, um Katastrophen in Zukunft zu vermeiden.

Ein weiterer Schwerpunkt waren die populistischen und rechtsextremistischen Tendenzen in Europa, die sich im Laufe der Finanzkrise verstärkt haben. Ertug warb vehement für ein zivilcouragiertes Eintreten gegen solche Haltungen. Schulen hätten hier eine wichtige Aufgabe im Rahmen der Politischen Bildung.

Insgesamt zeigte der rege und interessierte Dialog zwischen Schülerinnen und Politiker, dass die allseits beklagte Politikverdrossenheit der Jugend so pauschal nicht der Realität entspricht. Eine breit aufgestellte politische Bildung an Schulen könnte das Interesse verstärken. Das am Ende angesprochene Wahlrecht ab 16 könnte eine zusätzliche Chance sein.
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