Mehrzweckhalle könnte erneut als Notunterkunft dienen
Nicht aus dem Schneider

Politik
Weiden in der Oberpfalz
25.07.2016
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Der Boden der Mehrzweckhalle ist zwar ramponiert. "Sport kann aber betrieben werden", betonte OB Kurt Seggewiß in der Stadtratssitzung am Montag. "Eventuell wird man ein paar Linien nachziehen müssen." Nachdem die vormalige Notunterkunft gereinigt und die Toiletten saniert sind, kann die Halle ab Mitte September wieder als Veranstaltungs- und Sportstätte genutzt werden. Dennoch sorgt sich Dagmar Nachtigall (CSU). Für Nutzer wie etwa die Narrhalla und den FC Weiden-Ost sei die Mehrzweckhalle immens wichtig, stellte sie fest. Und sie fragte: "Gibt es für sie Planungssicherheit?"

Darauf eine klare Antwort von Seggewiß: Nein. Falls Weiden erneut eine Notunterkunft stellen muss, "bleibt uns nur die Wahl ,Turnhalle der Europa-Berufsschule oder Mehrzweckhalle'". Vom Tisch sei die Möglichkeit eines Neubaus. "Diese Programme sind tot. Da gibt's nichts mehr." Der OB schilderte es ferner als unmöglich, die Regierung an den Kosten für die Sanierung des Sportbodens (rund 500 000 Euro) in der Mehrzweckhalle zu beteiligen. Schon bevor die Flüchtlinge einzogen, war der Unterbau defekt. "Die Reparatur hatten wir schon immer auf unserer Wunschliste. Und Schummeln ist nicht unsere Art." Somit kann die Stadt nur auf die Erstattung der Reinigungskosten hoffen: 1886 Euro.

Dank an Helfer


Nicole Hammerl vom Rechtsamt, Dagmar Nachtigall und Grünen-Stadtrat Veit Wagner dankten ausdrücklich allen Ehrenamtlichen, die sich für Asylbewerber engagieren. Wagner trug außerdem einen Wunsch des Integrationsbeirats vor. Er verwies auf ein Heft, das der Landkreis Neustadt herausgegeben hat. Es versammelt wichtige Informationen für Asylbewerber und Helfern. Weiden, so Wagner, soll eine ähnliche Broschüre veröffentlichen.
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