Mit Grundsatzentscheidung pro Generalsanierung auch nicht glücklich
Realschule: CSU will neue Zahlen

Der Sonderausschuss Innenstadtentwicklung sprach sich mehrheitlich für die Generalsanierung aus. Die CSU will nun neue Zahlen. Bild: Wilck
Politik
Weiden in der Oberpfalz
27.07.2016
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Die Generalsanierung der Realschulen ist keineswegs fest zementiert. Dies betont die Spitze der Weidener CSU. Bevor die Stadtratsgremien - "in welche Richtung auch immer" - entscheiden könnten, müssten für die Sanierung wie auch für einen Neubau "belastbare Zahlen" vorliegen. "Und die haben wir derzeit noch nicht."

Mit Einverständnis des Oberbürgermeisters konnten CSU-Fraktionschef Wolfgang Pausch sowie Architekt und CSU-Stadtrat Karlheinz Beer am Mittwoch die Verträge einsehen, die die Stadt schon im Jahr 2012 mit der Firma "rheform" GmbH geschlossen hat. Überraschend habe er dabei festgestellt, so Beer, dass die Stadt bei Matthias Reichle von rheform Beratungs-, aber keine Planungsleistungen einhole. "Es wurden Vergabemodalitäten außerhalb der Normierung gewählt." Damit sei auch ungeklärt, in welchem Umfang der Berater für die kalkulierten Kosten der verschiedenen Zukunftsvarianten "verantwortlich und haftbar" sei. Diese Zahlen müssten von einem in Sachen Schulsanierung erfahrenen Experten erstellt werden.

Ebenso wie Beer sieht auch Pausch die Notwendigkeit, die Zahlen, auf deren Basis über eine Generalsanierung oder über einen Neubau der Realschulen entschieden werden soll, neu zu rechnen. Dies habe zwar schon der Bauausschuss beschlossen. Diese Zahlen liegen aber noch nicht vor. "Da ist nichts entscheidungsreif. Mit einem Aufwand von 1,3 Millionen Euro sind laut ,rheform'-Gutachten die Realschulen wieder für 15 Jahre gut gerüstet. Da pressiert nichts." Umso verwunderlicher sei es, so Pausch, dass der Oberbürgermeister in der ersten Sitzung des Sonderausschusses Innenstadtentwicklung über einen Neubau, der noch dazu als PPP-Vorhaben durchgeführt werden sollte, entscheiden ließ. "Das war nicht notwendig." "Wir hatten das Gefühl, das geht alles viel zu schnell in eine Richtung", betont Alois Lukas. "Warum ein Neubau?" Kepler-Gymnasium oder auch Rehbühlschule seien ja ebenfalls "unter Schulbetrieb" saniert worden. "Wir können nicht für jede Schule, die saniert werden muss, einen Neubau planen", stellt Hans Blum fest. Einen Realschul-Neubau hält er dennoch "nicht für absolut ausgeschlossen".
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Stefan Kreuzeck aus Pfreimd | 28.07.2016 | 00:10  
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