Mit Stromtrassen anfreunden
120 Bürger besuchen Annette Karl an ihrem Arbeitsplatz im Landtag

Annette Karl (Zweite von links) freute sich über geballten Besuch aus ihrer Heimat im Maximilianeum. Bild: ms
Politik
Weiden in der Oberpfalz
26.04.2016
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Weiden/Neustadt/Tirschenreuth. 120 Bürger aus den Landkreisen Neustadt und Tirschenreuth sowie aus Weiden wissen jetzt besser, was die Damen und Herren Abgeordneten in München den lieben langen Tag so alles machen. Auf Einladung von Annette Karl informierten sich die Nordoberpfälzer im Maximilianeum.

Die wirtschaftspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion nahm Stellung zu aktuellen Themen. Zum Integrationsgesetz der Staatsregierung habe ihre Partei eine "zwiespältige Meinung". Grundsätzlich sei das Motto "Fördern und fordern" in Ordnung. Aber die CSU habe über lauter fordern das Fördern vergessen. So müsse jeder Flüchtling die Chancen haben, einen Sprachkurs zu besuchen.

Zum Aufschwung der AfD äußerte sich Karl durchaus selbstkritisch: "Immer mehr Menschen haben anscheinend das Gefühl, abgehängt worden zu sein. Wir müssen uns wieder mehr um den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Bayern bemühen." Dazu brauche es einen handlungsfähigen Staat. Karl nannte zum Beispiel Sicherheit und gute Ausbildung. "Das Geld für zusätzliche Lehrer ist da." Der Regierung warf die Neustädterin vor, kein Energiekonzept zu haben. "Wir werden uns mit Stromtrassen anfreunden müssen." Vorausgegangen war eine zweistündige informative Stadtrundfahrt.

Stadtführerin Christl Wagner verstand es ausgezeichnet, viele Informationen über die Landeshauptstadt mit über 1,5 Millionen Einwohnern und 150 000 Studenten auch humorvoll zu vermitteln. Vom Isartor aus ging es vorbei am Viktualienmarkt, am Israelischen Zentrum, am Sendlinger und Karlstor, dem Karolinenplatz mit dem Obelisken, durch das Museumsviertel, über den Königsplatz und Neuhausen zum Schloss Nymphenburg und dann durch das Siegestor zum Landtag.

Johanna Krauß aus Karls Abgeordnetenbüro in Neustadt und Maria Sauer, stellvertretende Bürgermeisterin in Püchersreuth, erwiesen sich als fürsorgliche Reiseleiterinnen.
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