Nächster Treff am 14. Mai: Anliegen vorbringen - Zweite Demokratie-Konferenz
Jugendforum geht neue Wege

Seit Mai 2011 beteiligt sich auch die Stadt Weiden an der Umsetzung des Bundesprogramms "Toleranz fördern - Kompetenz stärken" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Im Juli 2014 gab Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig bekannt, dass unter dem Titel "Demokratie leben!" mehrere Programme, unter anderem solche zum Thema Extremismus und Gewalt, fortgeführt werden. Was auch den Programmbereich der "Lokalen Aktionspläne" betreffe, der seit Januar als "lokale Partnerschaften für Demokratie" fortgeführt und weiterentwickelt werde, betonte Rechtsdezernent Hermann Hubmann am Freitag bei einem Pressegespräch im Neuen Rathaus. "Die Laufzeit endet am 31. Dezember 2019."

Willkommenskultur fördern


Aufgrund der positiven Erfahrungen und Ergebnisse der letzten Jahre habe die Stadt unter Federführung des Dezernats 3 ihr Engagement in diesem Themenbereich fortgeführt, sagte Hubmann. Leider seien die Mittel im Vergleich zum Vorgängerprogramm deutlich reduziert worden. Thematisch zum Tragen gekommen seien im letzten Jahr ganz besonders Flüchtlinge und Willkommenskultur.

In diesem und im nächsten Jahr stünden insgesamt jeweils 30 000 Euro für Projekte zur Verfügung. Wie Herbert Schmid von Arbeit und Leben Bayern bekannt gab, gibt es für 2016 bereits zehn Projekte, für die der Begleitausschuss 19 000 Euro zur Verfügung gestellt habe. "Das heißt: Es ist noch Geld da."

Jugendforum


"Potenzielle Antragsteller können also noch Anträge stellen." Formulare gibt es unter anderem auf der Homepage der Stadt Weiden. Vollkommen neu sei das Jugendforum. "So etwas hat es in Weiden noch nicht gegeben", informierte Schmid. Nicht zu verwechseln mit einem Jugendparlament. "Das Forum trifft sich seit November 2015." Bisherige Ergebnisse: Wunderschöne Taschen mit "mach mit" Aufschrift und Kugelschreiber.

Nächster Treff ist am 14. Mai um 10 Uhr im Jugendzentrum. "Da kann jeder zwischen 14 und 26 Jahren kommen und seine Anliegen vorbringen." Was nach Ostern im Jugendforum noch gemacht wurde: "Wir haben alle allgemeinbildenden Schulen in Weiden mit allen Klassensprechern angeschrieben und Fragezettel verteilt." Von den über 250 Fragebögen seien 51 beantwortet worden. Die Max-Reger-Schule habe zum Ausfüllen des Bogens extra die Schülermitverwaltung mobilisiert.

Die Jugendlichen, die geantwortet hätten, würden ins Franz-Ettenreich-Haus geladen, wo sich das Jugendforum vom 27. bis 29. Mai trifft. Dort will man gemeinsam erörtern, was in Weiden im Bereich Jugendarbeit angestoßen werden könne. Für die Projektarbeit insgesamt habe die Stadt Weiden zusätzliche 5000 Euro beigesteuert, erklärte Schmid. "Diesen Fonds kann das Jugendforum eigenverantwortlich bewirtschaften."

Demokratie-Konferenz


Für den 1. Juni lädt die Stadt zur zweiten Demokratie-Konferenz ins Augustinus-Gymnasium. Am 18. Juni findet im Jugendzentrum eine ganztägige "Jugendkonferenz" statt. Susanne Reinhardt vom federführenden Dezernat 3 stellte die Projekte des Jahres 2016 vor und gab einen kurzen Überblick zur Struktur des Programms. Ferner ging sie auf die Mittelaufstockung für Öffentlichkeitsarbeit, Coaching und Evaluation ein. Das Weltbürgerfest findet am 17. September im Cafe Neue Mitte statt.
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