Netzwerk Asyl: Freiwillige vor

Kinderspielzeug und -kleidung standen im Mittelpunkt des Flohmarktes. Über den großen Zuspruch freuten sich die Initiatorinnen Astrid Wieland (stehend, hinten rechts) und Sandra Maschke (stehend,Zweite von links). Veit Wagner (rechts) half kräftig mit. Bild: Bühner
Politik
Weiden in der Oberpfalz
31.07.2015
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Einheimische und Flüchtlinge sollten sich besser kennenlernen. Außerdem wollte das "Netzwerk Asyl" Freiwillige gewinnen. Das "Fest der Begegnung" war weit mehr als eine Fete. Es feierte die Menschlichkeit.

(sbü) Während in Sichtweite in der Berufsschulturnhalle auf die angekündigten neuen Asylbewerber gewartet wurde, stieg in der Albert-Schweitzer-Schule das "Fest der Begegnung". Den Veranstaltern ging es vor allem darum, Freiwillige für den Sprachunterricht zu gewinnen. Angelockt wurden die Besucher durch einen Flohmarkt sowie Kaffee und Kuchen.

"Wir suchen händeringend nach Freiwilligen, denn die Flüchtlinge wollen ganz schnell Deutsch lernen", erklärten Astrid Wieland und Sandra Maschke, Sprecherinnen der Initiativgruppe "Feste und Begegnungen" des "Netzwerks Asyl" in Weiden. Die Asylbewerber wollten nicht warten, bis sie "offiziell an einem Kurs teilnehmen dürfen". Deshalb warben die Frauen am Nachmittag intensiv um freiwillige Helfer für den Sprachunterricht. Dieser müsse in einfachster Form, zum Beispiel durch Beschriftung oder Benennung konkreter Gegenstände, erfolgen.

Benefiz-Flohmarkt

Wieland und Maschke organisierten federführend das "Fest der Begegnung" auf dem Areal der Albert-Schweitzer-Schule, unterstützt von Veit Wagner, einem der Sprecher für das gesamte Netzwerk. Im Mittelpunkt des Festes stand ein Flohmarkt. Der Erlös für die gespendeten Verkaufsgegenstände und alle anderen Einnahmen des Nachmittags sollen für Aktionen zur Unterstützung der Flüchtlinge eingesetzt werden. "Und alles was vom Büfett hier übrig bleibt, bringen wir den neu angekommenen Flüchtlingen."

Ursprünglich wollten die Initiatorinnen das Fest in der Nähe der Sammelunterkunft veranstalten. "Durch den Aufbau des Container-Dorfs ist dies nicht möglich gewesen." Deshalb seien sie der Albert-Schweitzer-Schule sehr dankbar, dass sie deren Räume nutzen durften. Den Initiatorinnen ging es vor allem darum, Vorurteile gegen Flüchtlinge abzubauen Maschke: "Diejenigen, die am meisten schimpfen, haben die wenigsten Kontakte mit den Flüchtlingen."

Und immer wieder ging es am Nachmittag um das Thema Sprachunterricht. "Wir fordern, dass die Regierung uns dafür einen festen und ausreichend großen Raum zur Verfügung stellt." Mit Begeisterung berichteteten die Initiatorinnen auch über ihre bisherigen Hilfsaktionen. Als Beispiele nannten sie "Spielenachmittag im Camp, Willkommensfest in der Villa und die Beteiligung am internationalen Museumstag im Keramikmuseum".
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