Nun doch neuer Bebauungsplan für Großprojekt an der Frauenrichter Straße
Die späte Einsicht des Bauherrn

Politik
Weiden in der Oberpfalz
28.10.2016
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Ein halbes Jahr später ist nun der Bauherr einsichtig: Um sein Großprojekt an der Frauenrichter Straße genehmigen zu können, muss die Stadt erst die planungsrechtlichen Voraussetzungen schaffen. Der gültige Bebauungsplan lässt nur die Hälfte der gewünschten Ausnutzung des Grundstücks zu. Nun wird ein vorhabenbezogener Bebauungsplan aufgestellt.

Im April sollte es ganz schnell gehen: Mit großzügigsten Befreiungen und Ausnahmen wollte die Mehrheit des Bau- und Planungsausschusses dem Bauherrn über alle Hürden helfen. Doch dann griff das Prinzip "Eile mit Weile". Das geplante Mehrfamilienhaus ist bei bestem Willen nicht sofort genehmigungsfähig. Das sagt nicht nur das Bauamt, das die Aufhebung des uralten Bebauungsplanes vorschlug. Das bestätigt ausdrücklich auch die Regierung.

Der Bauherr, ein Weidener, zog sich zunächst in die Schmollecke zurück. Er glaubte, dass er benachteiligt würde und für sich nur das Recht geltend mache, das anderen bereitwillig gewährt wurde. Aber die Rechtsauffassung des Bauamtes hat Bestand. Stefan Rank (Bürgerliste) warf am Donnerstag der Verwaltung vor, das Vorhaben verzögern zu wollen. Dem widersprachen OB Kurt Seggewiß, vor allem aber Bürgermeister Jens Meyer, der die früheren Sitzungen des Bauausschusses geleitet hatte, jedoch energisch. Der Bauwerber sei nicht bereit gewesen, auf die Vorschläge der Verwaltung einzugehen. "Hätte er das getan, könnte er schon jetzt bauen". betonte Meyer.
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