Nur eine Einbahnstraße, die Radfahrer in beide Richtungen benutzen dürfen
Helgath: "Weiden bleibt Auto-Stadt"

Bisher die einzige Einbahnstraße, die für Radfahrer in beiden Richtungen befahrbar ist: die Straße Am Parkplatz. Bild: Götz
Politik
Weiden in der Oberpfalz
16.06.2016
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Die Straße Am Parkplatz beim ZOB ist bisher die einzige Einbahnstraße, die Fahrradfahrer auch gegen die vorgegebene Richtung benutzen dürfen. "Ein positives Beispiel", wie Brigitte Schwarz zuletzt im Hauptverwaltungs- und Umweltausschuss anmerkte.

Diese eine Straße ist der SPD-Stadträtin allerdings zu wenig. Zumindest die Johannisstraße sollte ebenfalls in beiden Richtungen für Radfahrer freigegeben werden. Dann, so Schwarz, wäre der Lückenschluss zwischen Frauenrichter Straße und Kurt-Schumacher-Anlage geschafft.

Auf der Stelle treten


Unterstützung fand die SPD-Frau bei Gisela Helgath. Die Stadträtin der Grünen bemängelte, dass das Verkehrswegekonzept auf der Stelle trete. "Weiden bleibt eine Auto-Stadt."

Schon länger gibt es Überlegungen und auch Mehrheitsbeschlüsse, neben der Johannisstraße auch die Postgasse, die Allee und die Scheibenstraße in zwei Richtungen für Radfahrer zu öffnen. Allerdings fehlen bisher die notwendigen finanziellen Mittel, um Einbahnstraßen entsprechend zu beschildern und zu markieren.

Im Herbst 2014 hatte die Verwaltung nach einer Anfrage der SPD festgestellt, dass die Johannisstraße zwischen Naab- und Leibnizstraße die straßenverkehrsrechtlichen Voraussetzungen für die Freigabe von gegenläufigem Radverkehr erfülle, sofern dort die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h beschränkt wird. Laut einem Bericht der Polizei im "Neuen Tag" vom April dieses Jahres gebe es dort relativ viele "Geisterfahrer". Diese seien stark gefährdet, sagte der Verkehrssachbearbeiter bei der Polizei, Hauptkommissar Hans Wurm.

In der Diskussion forderte SPD-Sprecherin Gabriele Laurich Lösungen nur für übersichtliche Straßen. Bedenken hat sie bei der Johannisstraße, nicht aber bei der Postgasse.

Auch CSU-Sprecher Hans Blum ist skeptisch. "Dann fallen wieder Parkplätze weg, und wir bekommen Ärger mit den Anliegern." Er erinnerte daran, dass die SPD den Beschluss durchgesetzt habe, jetzt aber anscheinend nicht in der Lage sei, dafür Gelder einzusetzen. "Auch bei den Haushaltsberatungen ist die SPD in dieser Richtung nicht aktiv geworden."
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P. G. aus Weiden in der Oberpfalz | 19.09.2016 | 15:03  
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