Oberfälzer Grüne wählen neuen Vorstand
Spannungen bei Stromtrassen

Der Grünen-Bezirksvorstand mit (vorne, von links) Andrea König, Margit Kunc und Stefan Schmidt sowie (hinten, von links) Michael Dusch, Bezirksgeschäftsführer Dr. Sascha Keilholz und Landtagsabgeordnetem Jürgen Mistol. Bild: sbü
Politik
Weiden in der Oberpfalz
18.01.2016
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Klimawandel, Atomausstieg und natürlich Flucht und Integration. Mit diesen Themen befassten sich die Oberpfälzer Grünen bei ihrer Bezirksversammlung. Bei den Neuwahlen baten die bisherigen Vorsitzenden Margit Kunc und Stefan Schmidt erneut um das Vertrauen der Delegierten. Die Zusammenfassung der von ihnen angesprochenen Themen bildet fast vollständig die wichtigsten Inhalte grüner Politik ab. Kunc beklagte mit Hinweis auf Ungarn, Polen und Großbritannien das "zunehmende Abrücken aus der EU-Wertegemeinschaft" und die "unsägliche Debatte über die Obergrenze". Die CSU verfalle immer wieder in die gleichen Reflexe mit "Abschotten, Abschieben und Ausweisen". Kunc sagte aber auch: "Wer hier leben will, muss sich an unsere Gesetze halten." Stefan Schmidt warnte vor Rechtsextremismus und kritisiert auch CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer, wenn dieser die AfD als Mitbewerber bezeichne. "Für uns Grüne ist die AfD kein Mitbewerber, weil sie außerhalb der Demokratie steht." Differenzierte Aussagen gab es zum Thema Stromtrassen. Kunc sagte, ein Ausstieg aus Kohle und Atom sei sehr wichtig. Sowohl sie als auch Schmidt wandten sich nicht grundsätzlich gegen neue Leitungen. Eine Verkabelung könne sie sich vorstellen. Schmidt sagte, er teile die Kritik gegen die jetzige Planungen. Positionen, die bei der Basis nicht nur auf Zustimmung stießen. Bei der Vorsitzenden-Wahl fielen auf Schmidt 21 Ja-Stimmen (Nein: 5), auf Kunc 16 Ja- und 6 Nein-Stimmen.

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