Oberpfälzer Projekte im Bundesverkehrswegplan
Bund setzt Bahnstrecke nach Regensburg unter Strom

Durch den Ausbau und die Elektrifizierung der Bahnstrecken Nürnberg-Marktredwitz-Hof und Regensburg-Marktredwitz haben wir wichtige Weichen für eine bessere Bahnanbindung unserer Region gestellt.
Politik
Weiden in der Oberpfalz
16.03.2016
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Der Bund hat bekanntgegeben, in welche Straßen und Bahnstrecken er investieren will. Die Oberpfalz ist mit wichtigen Projekten dabei. Doch nicht alle können zufrieden sein.

Weiden/Amberg. Der Bund plant bis zum Jahr 2030 insgesamt 264,5 Milliarden Euro in den Ausbau und Erhalt seiner Straßen, Schienen und Wasserstraßen zu investieren. Davon profitiert die seit Jahrzehnten geforderte Elektrifizierung der Bahnstrecke Hof-Weiden-Regensburg-Obertraubling. Dafür sind im neuen Bundesverkehrswegeplan rund 790,2 Millionen Euro veranschlagt. Für Straßenprojekte in der Region sind rund 200 Millionen Euro vorgesehen - unter anderem 40 Millionen Euro für die Ortsumgehung Waldsassen (Kreis Tirschenreuth).

Mit einem halben Jahr Verspätung legte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) am Mittwoch in Berlin den 190-seitigen Entwurf vor. Dieser trägt nun den Titel "Bundesverkehrswegeplan 2030. Entwurf März 2016". Der Plan listet die Verkehrsprojekte auf, die in Deutschland bis zum Jahr 2030 umgesetzt werden sollen. Dieser folgt dem Prinzip "Erhalt vor Neubau". "Wir investieren rund 70 Prozent in den Erhalt", sagte Dobrindt. Von der Gesamtsumme von 264,5 Milliarden Euro sind rund 141,6 Milliarden für den Erhalt vorgesehen und rund 94,7 Milliarden für Aus- und Neubauprojekte. Bei letzterem steht vor allem die Beseitigung von Engpässen in hoch belasteten Korridoren im Zentrum. Dazu zählt auch die Elektrifizierung der Bahnstrecke Hof-Regensburg.

Durch den Ausbau und die Elektrifizierung der Bahnstrecken Nürnberg-Marktredwitz-Hof und Regensburg-Marktredwitz haben wir wichtige Weichen für eine bessere Bahnanbindung unserer Region gestellt.Reiner Meier (CSU), Bundestagsabgeordneter aus Tirschenreuth


Oberpfälzer Abgeordnete begrüßen den geplanten Ausbau. Dadurch würden "wichtige Weichen für eine besser Bahnanbindung" gestellt, sagt der Tirschenreuther Bundestagsabgeordnete Reiner Meier (CSU). Ähnlich äußern sich die Bundestagsabgeordneten Albert Rupprecht (CSU) und Uli Grötsch (SPD). Sie fordern eine schnelle Umsetzung. Beide machen auch deutlich, dass der Ausbau mit dem bestmöglichem Lärmschutz für die Anwohner einhergehen muss.

Auch die grüne Bundestagabgeordnete Elisabeth Scharfenberg (Hof) dringt auf eine schnelle Umsetzung des Bahnausbaus. Sie warnt aber, dass nicht für alle Projekte im Bundesverkehrswegeplan Geld da ist. Und es gibt Enttäuschungen: Hans-Peter Friedrich (CSU) aus Hof hält es für inakzeptabel, dass der vierspurige Ausbau zwischen Marktredwitz und der Grenze bei Schirnding nicht aufgenommen wurde. Und: Die Bahnstrecke Nürnberg-Schwandorf-Furth im Wald gilt nur als "potenzieller Bedarf".
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