Offensiv für Europa
Albert Rupprecht schießt gegen AfD

Noch näher ran an die Menschen: Für den Bundestagswahlkampf 2017 kündigt MdB Albert Rupprecht "neue Formate" an. Bild: Gammanick
Politik
Weiden in der Oberpfalz
16.06.2016
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Ein bisschen Wahlkampf darf schon sein. Albert Rupprecht schießt gegen die "Nationalisten" der AfD, schildert die CSU dagegen als Partei von überzeugten Europäern. Nicht zuletzt aus europäischen Gründen gibt der Kreisvorsitzende für die Delegiertenwahl ein sportliches Ziel aus.

Bis zum Anpfiff des EM-Spiels Frankreich-Albanien nämlich wolle man mit der Kreisversammlung durch sein, betont Stephan Gollwitzer zu Beginn - auf vielfachen Wunsch der Parteifreunde: "Ich habe die Hinweise verstanden ..." Die Kreisvorstandschaft hat dazu ihre Hausaufgaben gemacht und Vorschlagslisten zu den je 25 Weidener Delegierten und Ersatzdelegierten ausgearbeitet, die am 4. Juli in Neustadt den Direktkandidaten der CSU für den Bundestag mit auf den Schild heben sollen. Die 65 (von 66) erschienen Stimmberechtigten können am Mittwoch "en bloc" abstimmen.

Seine Rede im Schützenhaus am Hetzenrichter Weg hält Gollwitzer betont kurz. MdB Rupprecht bescheinigt er "Arbeit mit Herzblut, Engagement, schier unendlicher Leidenschaft". Für Weiden und die Region habe der Albersriether viel erreicht: von der GA-Förderung und anderen Bundeszuschüssen bis hin zur Fraunhofer-Projektgruppe, die bald an der OTH ansiedeln könnte. Dem Tirschenreuther Bundestagsabgeordneten Reiner Meier verspricht Gollwitzer die volle Unterstützung als Listenkandidat: "Wir können nicht gut genug vertreten sein in Berlin."

Ein Gedenken der Versammlung gilt Roberta Wendt, Rupprechts am Montag verstorbener Mitarbeiterin. Die Bestürzung über ihren Tod ist dem Chef noch immer anzumerken. Dennoch steigert er sich in eine eindringliche Rede, in der er eigene Verdienste (über Fördermittel 5000 Arbeitsplätze in der Region gerettet oder neu geschaffen) ebenso betont wie die Bedeutung der CSU als "Volkspartei, die Gestaltungsanspruch hat" und "tief in der Bevölkerung verwurzelt" sei. Ob Protestwähler diesen Status gefährden können? Rupprecht schießt gegen die AfD, einer "reinen Protestpartei", der es "um kurze Botschaften, markige Sprüche" gehe. Die CSU sei weltoffen, habe mit den Rechtspopulisten "nichts, aber auch gar nichts gemein". Rupprecht: "Der Nationalismus ist in keinster Weise unser Weg." Für den kommenden Wahlkampf kündigt er "neue Formate" an, um mit den Bürgern in Kontakt zu treten. "Wir müssen noch stärker an Leute kommen, die nicht zu uns kommen. (...) Es darf nicht passieren, dass andere näher dran sind als wir."

"Um Welten schneller"


"Ich freue mich schon auf den Wahlkampf", schwärmt zumindest Lothar Höher, nachdem er Projekte des Bezirks in der Region erläutert hat. Währenddessen zählt der Wahlausschuss unter Leitung von Wolfgang Pausch im Nebenzimmer die Stimmzettel aus. Letztlich geht's "um Welten schneller" (Pausch) als am Vorabend in Neustadt, wo das Ergebnis erst gegen 23.30 Uhr feststand. Die überzeugten CSU-Europäer in Weiden treten um 20.45 Uhr den Heimweg an, um sich eine Viertelstunde später ganz den sportlich-europäischen Angelegenheiten vor dem Fernseher widmen zu können.

DelegiertenwahlDer CSU-Kreisverband Weiden hatte die Delegiertenwahl gut vorbereitet: mit einer Vorschlagsliste, die Kandidaten aus allen Ortsverbänden und Gliederungen berücksichtigte. Die meisten der 65 Stimmberechtigten nutzten die Möglichkeit, "en bloc" zu wählen. Über den CSU-Direktkandidaten zur Bundestagswahl 2017 stimmen am 4. Juli mit ab:

Delegierte: 1. Stephan Gollwitzer (61 Stimmen), 2. Wolfgang Pausch (61), 3. Lothar Höher (60). 4. Alois Lukas (59), 5. Dagmar Nachtigall (57), 6. Michael Bihler (58), 7. Markus Bäumler (58), 8. Hans-Jürgen Gmeiner (56), 9. Werner Weitensteiner (57), 10. Hartmut Brönner (59), 11. Hans Forster (57), 12. Hans Sperrer (56), 13. Heiner Vierling (60), 14. Hans Blum (60), 15. Stefanie Sperrer (55), 16. Sabine Zenger (55), 17. Norbert Uschald (56), 18. Maria Sponsel (58), 19. Christian Salzhuber (59), 20. Gerd Hegner (54), 21. Steffen Ilg (53), 22. Peter Schröpf (55), 23. Kurt Haas (54), 25. Dr. Roland Nitsche (54), 25. Nikola Vranjes (53).

Ersatzdelegierte: 1. Sandra Prichta (59), 2. Stefan Fuchs (57), 3. Georg Hägler (59), 4. Klaus Fischer (57), 5. Hans Dotzler (57), 6. Alexander Grundler (57), 7. Joachim Strehl (59), 8. Franz Baierl (58), 9. Rudi Prichta (59), 10. Markus Wiederer (57), 11. Monika Kick (58), 12. Hans Hiermaier (57), 13. Alois Schröpf (58), 14. Hans Schindler (57), 15. Oliver Höllerer (56), 16. Gerd Demleitner (57), 17. Hans Scharbauer (58), 18. Matthias Rösch (56), 19. Adolf Baumann (57), 20. Angelika Heining (59), 21. Alois Lukas jun. (59), 22. Robert Mühlbauer (57), 23. Alfred Schehuber (58), 24. Dirk Walter (57), 25. Marcus Hajo (58). (rg)
2 Kommentare
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Ali Zant aus Weiden in der Oberpfalz | 16.06.2016 | 15:31  
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Hans - Peter Kastner aus Brand | 04.07.2016 | 10:50  
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