Parkender Anhänger versperrte Feuerwehrfahrzeug in Weiden den Weg zur brennender Küche
Nach Brand: Polizei ermittelt

In dieser Doppelhaushälfte im Stadtteil Hammerweg brannte es in der Küche. Nicht alle Einsatzkräfte konnten schnell vor Ort sein: In einer Zufahrtstraße weigerten sich Anlieger, den Weg freizumachen. Bild: Beer
Das Verhalten wirkt haarsträubend - und es könnte durchaus rechtliche Folgen haben: Wie berichtet, hatte ein Feuerwehrfahrzeug am Dienstag Probleme, zu einem Brand im Stadtteil Hammerweg anzurücken. Ein Anhänger und parkende Autos versperrten den Weg. Erst nach längerer Diskussion mit den Einsatzkräften erklärte sich ein Anwohner bereit, den Anhänger zu entfernen. Anders als zunächst vermeldet, könnten nun aber doch Konsequenzen auf den Mann zukommen. Das betont der Sprecher der Weidener Polizeiinspektion, Günther Burkhard.

Die Beamten ermittelten, nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft, wegen einer möglichen Straftat. Nämlich Widerstand gegen Personen, die Vollstreckungsbeamten gleichgestellt sind (sprich: Feuerwehrleute), worauf bis zu zwei Jahre oder eine Geldstrafe stehen würde. Ob sich daraus tatsächlich Konsequenzen ergeben, hänge von einer Stellungnahme der Feuerwehr ab, die angefordert sei. Außerdem davon, ob zum Zeitpunkt des Vorfalls schon andere Feuerwehrfahrzeuge vor Ort waren oder der Brand bereits gelöscht war. Daneben - und dies ist laut Burkhard der wahrscheinlichere Fall - prüft die Polizei, ob der Mann eine Ordnungswidrigkeit beging, indem er die Straße blockierte. Dann würde ein Bußgeldverfahren folgen.

So weit die rechtliche Bewertung. Daneben gibt es noch die persönliche, die für Burkhard deutlich ausfällt: "Solches Verhalten kann ich mit meinem gesunden Menschenverstand nicht nachvollziehen."
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