Per Knopfdruck online
Söder spendiert kostenloses Wlan in Weidens Altstadt

Hand in Hand beim Wlan: Staatsminister Markus Söder (Mitte) drückt auf den Knopf - unterstützt von (von links) Bürgermeister Jens Meyer, Staatssekretär Albert Füracker, Bürgermeister Lothar Höher und Landtagsabgeordnete Petra Dettenhöfer. Bild: Schönberger
Politik
Weiden in der Oberpfalz
29.02.2016
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"Farblich verunglückt" sei der Knopf, lästerte Markus Söder. Auf sattes Rot musste er die Ministerhand legen. Draufgedrückt hat er trotzdem - "eins, zwei, drei - jetzt!" Und obwohl's nur ein symbolischer Akt (und der Knopf nicht verdrahtet) war, funktionierte die Chose dann perfekt: Zwischen Schlörplatz und Oberem Tor breitet sich seit Montagmittag das "BayernNetz" aus. Kostenloses Wlan mit bis zu 300 Mbit/s, spendiert vom Freistaat.

Der 15-Minuten-Termin hatte zahlreiche Gäste ins Alte Rathaus gelockt: Stadträte, Dezernenten, Medienvertreter. Mit dabei auch Staatssekretär Albert Füracker und MdL Petra Dettenhöfer. Sie alle waren versammelt, um "ein Stück Ankommen im 21. Jahrhundert" zu erleben, wie Bürgermeister Jens Meyer betonte. Er dankte dem bayerischen Heimatminister im Namen der Stadt. Obwohl - "noch mehr hätte es uns gefreut, wenn Sie auch für den laufenden Betrieb aufkommen würden".

Söder schilderte sein Ziel, die "Digitalisierung massiv voranzutreiben". Zwischenstand: "Beim Breitband sind wir führend, bei Wlan exklusiv." Das "BayernNetz" sehe 10 000 kostenlose Wlan-Hotspots an 5000 Standorten vor. Dazu forderte der Staatsminister allerdings: "Der Bund muss die Störerhaftung beseitigen." Die besagt, dass der Anbieter eines Wlan-Netzes für Schutzrechtsverletzungen von Nutzern verantwortlich gemacht werden kann. Söder: "Das ist so, als ob die Stadt Weiden haftet, wenn jemand besoffen auf der Straße fährt." Ein Gesetz, das dringend geändert werden müsse. Bedenkliche Online-Aktivitäten in der Weidener Fußgängerzone dürften freilich ausgeschlossen sein: Ins staatliche Netz sind Jugendschutzfilter eingebaut.
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