Professor Jarass kritisiert Pläne für Gleichstromtrasse
Nur für Kohlestrom?

Professor Lorenz Jarras. Bild: we
Politik
Weiden in der Oberpfalz
06.05.2016
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(räd/we) Die Gleichstromtrasse ist nicht nötig, glaubt Professor Lorenz Jarass aus Wiesbaden. Damit sieht er sich auf einer Wellenlänge mit der Landtagsfraktion der Freien Wähler. Laut Jarass basierten die jetzigen Untersuchungen darauf, dass auch bei Starkwind-Einspeisung Kohlekraftwerke am Netz bleiben würden. Denn sie hätten einen Rechtsanspruch auf Einspeisung. Es sei aber noch nie untersucht worden, ob die Trassen auch notwendig sind, wenn kein Kohlestrom nach Süden transportiert würde. Die Frage sei, ob ein Netzausbau für die erneuerbaren Energien überhaupt notwendig ist.

Jarass kritisiert auch, dass durch die 10-H-Regel die Energieautarkie Bayerns in weite Ferne gerückt ist. Fehlender Strom müsse nun nach Bayern transportiert werden. Aber: "Je weniger Strom ich von woanders her brauche, desto weniger Leitungen brauche ich." An die Gefahr eines Netzzusammenbruchs glaubt er nicht. "Früher wurde der Blackout für 2019 an die Wand gemalt." Allerdings würden die Leitungen bis dahin nicht fertig. Für Jarras lässt das nur einen Schluss zu: "Man hat uns belogen." Der Brucker Landtagsabgeordnete Joachim Hanisch sieht sich gar an WAA-Zeiten erinnert. "Die Argumente damals waren: Wenn wir die nicht bauen, ist unsere Energieversorgung in Gefahr."
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