Proteste gegen Krankenhaus-Reform
Fünf Busse nach Berlin

Sie treffen sich vor dem Brandenburger Tor und vor dem Klinikumstor in Weiden. In beiden Fällen wird protestiert. Die Krankenhaus-Reform darf nicht wie geplant kommen. Die Mitarbeiter befürchten Personalabbau, Schließungen und weniger leistungsangebote.

"Krankenhaus-Reform? So nicht"! Mit diesen Worten rufen die Kliniken Nordoberpfalz AG zum Protest gegen eine Veränderung der Klinikversorgung auf. Für Mitarbeiter und Patienten bedeutet dies eine unzumutbare Belastung: Ihnen drohen Personalabbau, Standortschließungen und eingeschränkte Leistungsangebote. Nun setzen sich Pflegekräfte und Betroffene deutschlandweit mit einer Demonstration vor dem Brandenburger Tor zur Wehr.

Der Aufsichtsrat der Klinik Nordoberpfalz warnt davor, dass diese Reform vor allem für strukturschwache ländliche Regionen eine Gefahr darstellt. Deshalb müssen alle an einen Strang ziehen, um die Arbeitsplätze und Investitionsfähigkeit ihrer Krankenhäuser zu erhalten. Ein starkes Signal setzt das Klinikum Weiden am Mittwoch, 23. September, mit der aktiven Mittagspause. Um die zentrale Kundgebung in Berlin zu unterstützen, protestieren Daheimgebliebene im Eingangsbereich des Krankenhauses gegen die Reform. Bereits einige 100 Mitstreiter aus Personal,- Patienten- und Politikkreisen an kündigten ihre Teilnahme an. Bilder der Veranstaltung werden direkt nach Berlin gesendet und an eine Leinwand gestrahlt. Wer die Veranstaltung ebenfalls unterstützen möchte, ist ab 13 Uhr im Eingangsbereich der Klinik willkommen. Für die zentrale Veranstaltung vor dem Brandenburger Tor werden fünf Busse bereitgestellt, die in den frühen Morgenstunden von Weiden oder den Standorten aus abfahren.

Auf politischer Ebene sind die Krankenhausverantwortlichen bereits aktiv geworden, jetzt sind die Mitarbeiter gefragt. Und die Kampfbereitschaft ist groß: Allein aus der Nordoberpfalz meldeten sich über 1500 Demonstranten. Vorstand Götz ist überzeugt: "Je mehr Teilnehmer wir haben, desto mehr können wir erreichen".
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