Raubüberfall in Weiden auf Ehepaar und Mutter
Brutaler Raubüberfall in Wohnsiedlung

Eine Familie ist in Weiden in der Nacht zum Freitag Opfer eines brutalen Raubüberfalls geworden. Drei Täter überfielen ein Ehepaar (68 und 71) und die 89-jährige Mutter der Frau in ihrem Doppelhaus.

(ca) Die Unbekannten bedrohten die drei Geschädigten mit Waffen, schlugen und fesselten sie. Das Martyrium zog sich über viereinhalb Stunden. Leitender Oberstaatsanwalt Gerd Schäfer: "Wir stufen das mit als das Übelste ein, das man an Straftaten begehen kann." Nach Auskunft von Polizeisprecher Albert Brück drangen die Täter am Donnerstag gegen 20.15 Uhr in das Haus ein. Erst gegen 0.45 Uhr verließen sie das Anwesen. Die Beute: mehrere tausend Euro Bargeld. Gegen 1 Uhr konnte sich eine der Frauen befreien und verständigte die Polizei. Alle drei Bewohner wurden verletzt, laut Polizei teilweise schwer. Sie befinden sich im Klinikum Weiden.

Nach ersten Erkenntnissen handelt es sich bei den Tätern um Osteuropäer. Es gibt nur eine vage Beschreibung: Einer ist sehr groß (etwa 1,90), einer sehr schlank, der Dritte eher klein und kräftig. Einer Anwohnerin war am Donnerstagvormittag ein dunkler 5er BMW mit ausländischer Zulassung aufgefallen, besetzt mit drei Personen, der durch das Viertel fuhr. Laut Polizei könnte es sich um die Täter gehandelt haben, auf der Suche nach einem geeigneten Objekt. Die Kriminalpolizei hofft auf Zeugenhinweise, Telefon 0961/401-290. Es wurde die 40-köpfige Ermittlungsgruppe "Siedlung" eingerichtet.

Es gibt Parallelen zu einer Überfallserie, die am 5. September im Raubmord an einem 72-Jährigen in Seefeld (Starnberg) gipfelte. Auch dabei waren stets ältere Menschen ausgekundschaftet und in ihren Häusern überfallen worden. Die mutmaßlichen Täter - sieben Rumänen aus einem Familienclan - sind am Wochenende in Österreich festgenommen worden. Die Ermittler in Niederösterreich gingen bei einer Pressekonferenz allerdings von weiteren Tätern und Straftaten in mehreren europäischen Ländern aus.
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