Referat über Flüchtlinge bei SPD Weiden-West/Hinterer Rehbühl
Kein Weltuntergang

"Das Weltuntergangsszenario, das aktuell dargestellt wird, ist nicht richtig", sagte DGB-Sekretär Andreas Schmal bei seinem Vortrag bei der SPD Weiden-West/Hinterer Rehbühl. Zwar sei die Herausforderung durch Flucht groß. "Klar ist aber auch, dass ein großer Teil Europa wieder verlassen wird."

Ortsvorsitzender Herbert Hammer hatte Schmal als Referenten zum Thema "Flucht und Asyl" eingeladen. Aktuell sind weltweit 60 Millionen Menschen auf der Flucht - 2 Millionen davon suchen in Europa eine Bleibe. Schmal erinnerte an die Situation in früheren Jahrzehnten: Deutschland habe seit 1953 immer wieder Asylsuchende beherbergt. "2,4 Millionen Menschen kamen aus der früheren UdSSR zu uns, nicht zu vergessen Bürgerkriegsflüchtlinge während des Krieges in Jugoslawien."

Ein Zaun um Deutschland sei keine Lösung. Kurzfristig müsse man für eine humane Unterbringung sorgen, mittelfristig den Verbleib in Anrainerstaaten human gestalten und langfristig die Fluchtursachen bekämpfen. Schmal rechnete damit, dass syrische Flüchtlinge in "sechs bis acht Jahren" in die Arbeitswelt integriert seien. Für Schmal war am Ende seiner Ausführung ein Motto das wichtigste: "Bei allen Problemen, darf man die Menschlichkeit nicht vergessen."

"Integrationsfahrplan"


MdL Annette Karl berichtete über Weichenstellungen zur Flüchtlingssituation im Landtag. So sei ein "Integrationsfahrplan" für Bayern verabschiedet worden. "Fördern und fordern ist hier der klare Inhalt." Kernziel sei die Vermittlung von Sprachkenntnissen, damit Migranten ihren Lebensunterhalt selbst verdienen können.

Stadtrat Norbert Freundorfer erzählte dann Interessantes aus der Stadtpolitik. Dabei ging er auf den Drei-Millionen-Euro-Förderantrag für das Realschulbad samt Turnhalle ein. "Das ist die Weichenstellung für die Realschule, der Standort in der Innenstadt ist damit gesichert." Zum Industriegebiet West IV meinte er, dass aktuell die bürokratischen Arbeiten erledigt werden. "Fest steht: Es darf kein Draufzahlgeschäft werden." Die Finanzierung müsse über den Bundeshaushalt führen. "Das darf nicht über die Kommunen getragen werden."
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.