Signal gegen das Abholzen
Greenpece-Aktion gegen Gewerbegebiet Weiden-West IV

Politik
Weiden in der Oberpfalz
28.04.2016
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In Bayern würden täglich 18 Hektar Land zubetoniert und versiegelt, sagt Greenpeace Weiden in einer Presseinformation. So würden wir unaufhaltsam unseren eigenen Lebensraum vernichten. Deshalb sind die Umweltschützer auch gegen das geplante neue Industriegebiet in Weiden.

Am Abend vor dem Internationalen Tag des Baumes protestierte Greenpeace Weiden mit einer Baumpflanzaktion gegen das Abholzen des Waldes im zukünftigen Industriegebiet West IV. "500 000 Quadratmeter Waldfläche zu roden und zu versiegeln, ist eine gewaltige Zerstörung unserer Umwelt, die nicht mehr rückgängig gemacht werden kann", erklärten die Umweltschützer. An der Stelle, die zukünftig im Mittelpunkt des neuen Gewerbegebiets liegt, pflanzten sie deshalb gemeinsam mit dem Bund Naturschutz und der Gruppe "Global Marshall Plan Mitterteich" zehn junge Buchenbäume.

Nicht gegen die Stadt


Mit aufgestellten Spruchtafeln werden die Spaziergänger auf den Platz aufmerksam gemacht. Die Aktion sei nicht gegen die Stadt Weiden gerichtet, wurde vor der Pflanzaktion ausdrücklich versichert. "Aber aus unserer Sicht ist dieses Gewerbegebiet völlig überflüssig, weil im unmittelbaren Umkreis circa 250 Hektar freie Gewerbeflächen bereits zur Verfügung stehen." Auch so wäre die Schaffung neuer Arbeitsplätze in der Region gewährleistet. Diese würden dann nur wenige Kilometer außerhalb von Weiden entstehen.

"Waldschutz ist Klimaschutz", sagt Ali Daniel Zant, Sprecher von Greenpeace Weiden. Der Klimasünder sei der Gewinner, der dann auch noch den Profit einstreiche. Der Satz "Das kostet Arbeitsplätze", würde die Bevölkerung ängstlich erstarren lassen. Die Politik müsse endlich umdenken und nicht auf kurzfristigen Erfolg, sondern "langfristige ökologische Auswirkungen ausgerichtet werden", wurde erklärt. Schließlich erinnerten die Umweltschützer daran, dass die Vernichtung des Lebensraumes durch negative Auswirkungen wie Extremwetter, Hochwasserkatastrohen und Dürreperioden längst zu spüren sei. "Wir pflanzen Buchen, weil diese besonders schützenswert sind", erklärten einzelne Greenpeace-Mitglieder, während sie die Pflanzlöcher aushoben.

Fachmännisch


Jungpflanzen, Schubkarre, Wasserbehälter und Gießkanne waren vorher die Zwei-Kilometer-Strecke vom Parkplatz bis zum Anpflanzort befördert worden. Dabei gingen die Gruppenmitglieder recht fachmännisch vor und schnitten die Wurzeln vor dem Einpflanzen, damit diese besser anwachsen können.
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Ali Zant aus Weiden in der Oberpfalz | 28.04.2016 | 08:56  
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