Skateboard-Anlage am Jugendzentrum: Sportler wünschen sich Modernisierung
Warten auf den großen Sprung

Bild aus besseren Zeiten: Der "Skateboard Contest" beim Juz ist Geschichte. Die Anlage entspricht nicht mehr den Höchstanforderungen. Bild: uz
Politik
Weiden in der Oberpfalz
18.02.2016
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Skaten mag ewig jung bleiben. Über Beton lässt sich das jedoch nicht sagen. Und Letzteres betrifft auch die Skateboard-Anlage am Jugendzentrum. Die sei zwar baulich noch in einem akzeptablen Zustand. Sie "entspricht aber nicht mehr den neuesten Anforderungen und Wünschen der Rollsportler", wie die Verwaltung in einem Sachstandsbericht für die Sitzung des Finanzausschusses am Dienstag, 23. Februar, schreibt. Das Thema hat die CSU auf die Tagesordnung gerollt. In einer Anfrage will sie wissen, wie sich die Anlage umbauen bzw. sanieren lasse. Und welche Förderung es dafür gäbe.

Aus der Luft gegriffen ist das Thema nicht. Auch die Verwaltung konstatiert, dass die 1995 gebaute und 2012 überarbeitete Anlage mit moderneren in der Region, etwa in Tirschenreuth, nicht konkurrieren kann. Allerdings sei es kaum sinnvoll, die alte Anlage einfach nur mit modernerem Gerät zu erweitern. Nicht zuletzt, weil auf dem rund 900 Quadratmeter großem Areal ohnehin der Platz fehlt. Sprich: Der große Sprung wäre naheliegender. Ein Fachmann könnte sich Gedanken über eine grundlegende Neuplanung und die geschätzten Kosten machen. Wobei die - vorsichtig angepeilt - bei mindestens 300 000 Euro liegen dürften. Inwiefern die Stadt mit einer Förderung rechnen kann, sei noch offen.

Ein dickes Brett angesichts leerer Kassen. Aber die Anlage ermögliche ja auch "Jugendkultur pur", wie Ewald Zenger sagt. Der Geschäftsführer des Stadtjugendrings hat sein Büro im Juz direkt nebenan. Und kennt die Nachfrage. "Wenn das Wetter passt, ist immer etwas los." Es gebe eine "etablierte Szene", nicht nur von Skateboardern; auch viele BMX-Fahrer stürzten sich die Rampen hinunter. Zenger erinnert zudem an Großveranstaltungen wie den "Skateboard Contest". Der sei aber seit Jahren passé, weil die Anlage "nicht mehr attraktiv ist".

Das ist auch der Grund, warum Christian Neidhardt häufig auf andere Anlagen ausweicht. "Das ganze Areal ist heruntergekommen", sagt der 24-Jährige, der über CSU-Stadträtin Dagmar Nachtigall den Antrag im Finanzausschuss angestoßen hat. In Weiden komme es durchaus vor, dass Kinder wegen Rillen und Rissen im Belag stürzen. Neidhardt kennt die Materie. Der Weidener hat bei deutschen Meisterschaften mitgemacht. Demnächst will er bei der WM starten. Nach seiner Erfahrung nutzen rund 100 Sportler die Anlage beim Juz. Wäre sie moderner, könnten es deutlich mehr werden, glaubt er. Er könne sich durchaus vorstellen, dass es hier wieder große Veranstaltungen geben könnte - die dann auch gute Werbung für die Stadt wären. Jetzt gelte es nur, das Potenzial zu nutzen. "Das wäre eigentlich so ein perfekter Platz."
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