SPD-Fraktion besucht die Stromnetz Weiden GmbH im Bayernwerk-Netzcenter in der Moosbürger Straße
Mit privatem Partner gut aufgestellt

Die SPD-Fraktion zu Gast bei der Stromnetz Weiden und damit im Bayernwerk-Netzcenter. Alexander Radlbeck (rechts), Karl Krapf (Dritter von rechts) sowie Katja Lindner (Siebte von rechts), als Netzbauleiterin auch Hausherrin im Netzcenter, begrüßten die Gäste mit Fraktionschef Roland Richter (links) und Bürgermeister Jens Meyer (Zweiter von links) an der Spitze. Die Stadtwerke als Partner in der Stromnetz GmbH vertraten Vorstandschef Johann Riedl (Siebter von links) sowie Vorstand Christine Melischko (Fünft
Politik
Weiden in der Oberpfalz
15.06.2016
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Die Geschäftsführer sitzen bei den Bayernwerken in Regensburg und bei den Stadtwerken in Weiden. Doch das Herz der Stromnetz Weiden GmbH schlägt im "Bayernwerk-Netzcenter" in der Moosbürger Straße. Nahezu 60 Mitarbeiter betreuen das Stromnetz in Weiden. Und diese besuchte die SPD-Fraktion am Montagabend. "Es ging uns bei der Gründung der Stromnetz Weiden nicht nur darum, das Stromnetz zu übernehmen. Wir wollten die Arbeitsplätze an der Moosbürger Straße erhalten", begründete Fraktionschef Roland Richter die Kooperation der Stadt mit dem "privaten Partner". "Mit dem Know-how der Bayernwerke ist die Stromnetz gut aufgestellt."

Bereits in ihrem ersten Wirtschaftsplan sieht die Stromnetz Weiden Investitionen von 1,8 Millionen Euro vor. Ein besonderes Problem gilt es dabei in Trauschendorf zu lösen, gestand Alexander Radlbeck, Fachbereichsleiter Netzbau Oberpfalz, der die Organisation und die Aufgaben der Stromnetz Weiden GmbH erläuterte. Dort wird nämlich das gesamte Ortsnetz verkabelt, die Ständer sollen von den Dächern verschwinden.

Chance schwindet


Bei der Erdverkabelung der bisherigen Freileitungen könnten auch gleich die neuen Telefonleitungen eingebaut werden. Damit würden die Trauschendorfer sofort schnelles Internet bekommen können. Allerdings ist der Breitbandausbau in dieser Form in Trauschendorf nicht vorgesehen. Und es gibt niemanden, der die relativ bescheidenen Zusatzarbeiten finanziert, etwa für das "Einziehen eines Leerrohrs" im offenen Kabelgraben. "Das alles gleich zu erledigen wäre eine einmalige Chance gewesen. Später kostet das Breitband ein Mehrfaches", betonte Radlbeck. Auch Bürgermeister Jens Meyer räumte hier noch einen "hohen Gesprächsbedarf" ein.

Die Stromnetz Weiden betreue die "unterste Ebene der Stromverteilung, erläuterte Radlbeck in Anwesenheit der beiden Geschäftsführer Karl Krapf (Bayernwerk, aber ein gebürtiger Weidener) und Johann Riedl (Stadtwerke). Die Erlöse des Unternehmens seien durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz festgeschrieben. Es stünden auch im Ortsnetz weitere Investitionen an, um die Leitungen "für den Gegenverkehr", für die Einspeisung von Strom fit zu machen. Den rund 1200 Betreibern von Photovoltaik-Anlagen in Weiden überweise die Stromnetz Weiden rund 7,5 Millionen Euro an Stromeinspeisevergütung. Das Unternehmen sei zuständig für 620 Kilometer Niederspannungsleitung, knapp 66 Kilometer Freileitungen, 156 Kilometer Mittelspannungsleitungen, 10 600 Hausanschlüsse, 32 152 Messeinrichtungen und 233 Trafostationen. Die regulatorisch durch das EEG vorgegebenen Aufgaben seien noch schwieriger als die technischen, bemerkte Karl Krapf abschließend.
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