SPD-Stadträte zu Gast in Hans-Sauer-Schule
Es geht eng zu

Zwei vollflächig geteerte Pausenhöfe sind wenig einladend für die Schüler. Lehrer und Elternbeirat wünschen sich kreativ Veränderungen, um die Pausen attraktiver zu gestalten. Dies erläuterte Rektor Christian Kauschinger (links) den SPD-Vertretern aus Rothenstadt. Bild: Dobmeier

Schon Erstklässler sollen im Internet recherchieren. So will es der Lehrplan. Deshalb verfügt die Hans-Sauer-Schule über die entsprechende technische Ausstattung. Dumm nur, dass es mit dem WLAN nicht klappen will, kritisierte der Rektor in Richtung der SPD-Stadträte.

Rothenstadt. Neue Fenster, Schallschutz an den Decken und Internetverbindung in allen Räumen: Darüber verfügt das alte und obere Schulgebäude der Hans-Sauer-Schule. Hingegen gebe es im neuen unteren Grundschulgebäude lediglich im Computerraum und wenigen anschließenden Zimmern WLAN. Dabei ist Internetrecherche laut Lehrplan schon für Erstklässler vorgesehen. Aber die Verantwortlichen der Stadt schieben Kosten- sowie technische Gründe vor. Die Folge: Die installierten Beamer an der Decke seien damit nutzlos.

Politik steht zum Standort


Das erfuhr eine SPD-Delegation aus Rothenstadt mit Fraktionsvorsitzendem Roland Richter und Stadträtin Gabi Laurich von Schulvertretern und Elternbeiräten. Dabei stellten die Politiker klar: Es war nie Thema, den Standort Grundschule in Rothenstadt aufzugeben.

Rektor Christian Kauschinger erläuterte, dass 254 Schüler mit fünf Klassen im Altbau und sieben im Neubau alle Räume belegten. Ein Seminarraum diene der Vorbereitung. Besonders eng werde es, wenn die Aufteilung in die Religionsgruppen erfolge. Das Ganztagsangebot und die Mittagsverpflegung in der Mensa werden gut angenommen.

Helfen, lernen, leben: So laute das Schulmotto. Heuer bestehe nur eine Integrationsklasse des Heilpädagogischen Zentrums (HPZ), die Kontakte zu einer Partnerklasse unterhält. Darum könne der Raum im freigewordenen früheren zweiten HPZ-Zimmer als Computerzimmer genutzt werden. Im Lehrmittelraum wurde als Provisorium mit Holztrennwänden eine Art Differenzierungsareal eingerichtet. Früher fand die Differenzierung im Lehrerzimmer statt. Ein Anbau mit neuen Räumen könnte Abhilfe schaffen.

Zu wenig Lehrertoiletten


Als Baustelle mit großen Bodenöffnungen präsentiert sich seit einem Jahr der Archivraum im Untergeschoss, in dem die Rohre unter der Kellerdecke freigelegt sind. Der Raum ist nicht zu nutzen, obwohl neuerdings auch Grundschulen zu fünf Jahrzehnten Archivierung verpflichtet seien. Mangelhaft sei die Ausstattung der Schule mit Lehrertoiletten.

"Mit Sportunterricht sei die alte Turnhalle weiter belegt. Auch Vereine nützen diese", erläuterte der Rektor auf Rückfrage. In den Umkleideräumen bröckelt am Bodenanschluss an der Wand der Putz, und leichter Modergeruch sei vorhanden. Durch das Tünchen der Wände machte der alte Turnsaal einen freundlichen Eindruck. Er genüge für den Sport. Würde nur die neue Turnhalle in Betrieb sein, wäre Nachmittagssportunterricht nötig und weitere Fahrkosten für den Bus fielen an.

Die SPD-Stadträte dankten für die Informationen und sicherten mögliche Hilfe an geschilderten Brennpunkten zu.
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