SPD-Stadtrat Bolleininger warnt
Altersarmut droht

Wenig Einkommenserhöhung bedeutet auch wenig Rentenerhöhung. Auf eine besorgniserregende Entwicklung wies Stadtrat Gerald Bolleininger in der Mitgliederversammlung der SPD Weiden-West/Vorderer Rehbühl hin. Von 2007 bis 2015 stiegen die Einkommen nach seinen Worten zwar um 2,5 Prozent pro Jahr, doch in dieser Statistik seien alle Arbeitnehmer, auch Unternehmensvorstände und Geschäftsführer, erfasst. "Diese haben ganz andere Gehälter und Zuwächse", erklärte Bolleininger im VfB-Sportheim. "So haben manche Vorstände ihr Einkommen verzehnfacht. Leider gibt es keine Statistik darüber."

In der Bruttolohnquote sei in den letzten 15 Jahren das Volkseinkommen um 4,6 Prozent gesunken. Das bedeute: Lohnarbeit werde im Vergleich zum Volkseinkommen weniger. "In Europa ist bald jeder vierte EU-Bürger von der Altersarmut betroffen, Spitzenreiter sind die Länder Bulgarien, Rumänien und Griechenland. Auch Deutschland wird sich bald in die Top-Ten-Liste einreihen, wenn wir so weitermachen", warnte Bolleininger. Wer kein Geld verdiene, könne auch nichts für die Altersversorgung zurücklegen. Die Rentenbezüge würden immer geringer.

Als Delegierte zur kommenden Bundeswahlkreiskonferenz wählten die Mitglieder Sabine Zeidler und Gerald Bolleininger, als Ersatzdelegierte Petra Irlbacher und Carola Idzinsky.
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Hans - Peter Kastner aus Brand | 02.07.2016 | 09:12  
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