Stadt hofft auf hohe Förderung bei Schulsanierungen
Pakete schnüren

Für den dringendsten Bedarf müsste die Stadt Weiden 4,5 Millionen Euro in die Europa-Berufsschule investieren. Insgesamt erforderlich sind jedoch sogar zehn Millionen Euro. In der "Elefantenrunde" am 26. Juli wollen Oberbürgermeister, Bürgermeister und Fraktionschefs über den Masterplan Schul-Sanierungen beraten. Luftbild: Michael Ascherl

Wer für den gewaltigen Sanierungs- und Investitionsstau in den Weidener Schulen verantwortlich ist, wollten nur Karl-Heinz Schell (SPD) und Hans Sperrer (CSU) diskutieren. Alle anderen war mehr daran gelegen, Wege aus dem aktuellen Dilemma zu finden. Allein für die Europa-Berufsschule bräuchte die Stadt zehn Millionen Euro. Bau- und Planungsdezernent Hansjörg Bohm, der einen Masterplan für die Schulsanierungen entwickeln soll, nannte die Fördermöglichkeiten "unterm Strich ernüchternd".

Dennoch regt sich bei der Stadt die Hoffnung und zwar auf Fördergelder in einem größeren Umfang als bisher gedacht. "Es kommt ganz wesentlich auf kritische Massen an", erklärte Bohm im Bau- und Planungsausschuss. Wenn Richtlinien klug eingehalten und Pakete aus gleichartigen Maßnahmen an mehreren Objekten geschnürt werden, öffnen sich nun Fördermöglichkeiten. Allerdings bedingt dies auch, dass Maßnahmen, die in kein Paket kommen, lange auf der Warteliste ausharren müssen. Generalsanierungen können auf bis zu 15 Jahre gestreckt werden.

Während Markus Bäumler (CSU) davor warnte, mit Krediten den Kraftakt zu finanzieren, sahen Josef Gebhardt und Bürgermeister Jens Meyer gerade in den tiefen Zinsen und der Kofinanzierung die Chance, viele Projekte anpacken zu können.
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