Stadtplaner Friedrich Zeiß: "Zeichen standen noch nie so gut"
Gute Chancen für Wittgarten-Durchstich

"Es wäre nicht weiter als vom City-Center zum Macerata-Platz", erläuterte Stadtplaner Friedrich Zeiß (Dritter von rechts) den Wittgarten-Durchstich am Bahndamm bei der Ortsbegehung durch die CSU. Bild: Dobmeier
Politik
Weiden in der Oberpfalz
10.05.2016
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"Der Wittgarten-Durchstich, wenn er denn kommt, ist eine Bereicherung für den Stadtteil Stockerhut und macht die Stadt attraktiver", sagte CSU-Ortsvorsitzender Nikola Vranjes bei der Ortsbegehung. Dass der Durchstich realisiert wird, davon zeigte sich Stadtplaner Friedrich Zeiß überzeugt. "Er kommt", erklärte er auf Nachfrage von Stadträtin Stefanie Sperrer. "Die Zeichen standen noch nie so gut, und es ist zu schaffen. Die Anträge für das Bundesprogramm mit 90 Prozent Förderung wurden fristgerecht zum September 2015 gestellt."

Barrierefreie Unterquerung


Der Gleiskörper werde verringert und der Weg zur Innenstadt durch eine Unterquerung barrierefrei gemacht. "Es wird so bequem wie möglich für Fußgänger, Rad- und Rollstuhlfahrern sowie Müttern mit Kinderwagen mit nur drei Prozent Gefälle", erläuterte Zeiß. Die größeren Steigungen von sechs bis acht Prozent in der Frauenrichter- und Christian-Seltmann-Straße würden entschärft und selbst der Stadtteil Rehbühl wäre mit dem Fahrrad von der Innenstadt über die Frühlingsstraße gefahrlos erreichbar.

Der erste Eingriff würde im Frühjahr 2017 erfolgen mit dem Unterführungsbauwerk. Dieses soll nach der Aushärtung des Betons 2018 unter die Gleise geschoben werden. Die Sperrung des Schienenverkehrs bei der Bahn sei beantragt. Die benötigten Flächen seien im Bebauungsplan verzeichnet und bereits größtenteils in städtischer Hand. Lediglich beim Zugang der Max-Reger-Straße müsse durch die Sparkasse eine kleine Grundstücksabtretung erfolgen.

"Die Bäume an der Anbindung zur Bahnhofstraße sind kaputt und müssen ohnehin gefällt werden", entkräftete Zeiß Naturschutzbedenken. Die für 2018 erwogene Abrechnung der Baumaßnahme könne sich aber noch bis 2020 nach hinten verschieben, erläuterte der Stadtplaner. Noch zu klären sei, welchem Zweck die Straße diene und ob die Stadtwerke eine Zufahrt für ihren Schwerlastverkehr benötigen oder ob eventuell Bauland auf dem Gelände entstehe, das erst altlastenfrei gestellt werden müsse. Denkbar seien auch 16 Parkplätze einseitig an der zuführenden Straße. Die Böschungen würden abgegraben, damit keine Tunnelsituation entstehe, sondern eine lichte Weite von sechs Metern und eine Nutzfläche von 4,50 Metern. Fraktionschef Wolfgang Pausch brachte einen möglichen zweiten Betriebsstandort der Stadtwerke am Wasserwerk ins Gespräch. Die Stadtwerke haben ihren Eingang bereits an die Nordseite verlegt, um fußläufig von der Innenstadt erreichbar zu sein.

Discounter oder Spielplatz


Der bestehende Witt-Parkplatz werde mit einem professionellen Weg angebunden, berichtete Zeiß. Unabhängig von der Verwirklichung gäbe es Überlegungen zur Verwertung der Schrebergärten und Teile des Wittgartens mit Bachlauf, beispielsweise für einen Discounter, Spielplätze oder Biergarten. (Hintergrund)
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