Stadträte erhöht die Summe der Ausleihgebühren der Bibliothek in Weiden
Ran an die "Regi"

Ein Bild, das erkennbar vor der Umbauphase der Regionalbibliothek entstand. Die Ausleihe übernehmen künftig Maschinen. Zudem soll es den Nutzern ab 1. Januar nicht mehr möglich sein, mehr als fünf Bücher (oder andere Medien) gleichzeitig auszuleihen. Bild: Hartl
Dezernent Reiner Leibl warnte eindringlich - am Ende allerdings vergeblich: Einstimmig verabschiedeten die Stadträte am Montag eine neue Satzung für die Regionalbibliothek, die nicht nur eine teils saftige Erhöhung der Gebühren vorsieht. Ferner sollen Nutzer nur noch fünf Medien auf einmal ausleihen dürfen - also beispielsweise zwei Bücher, zwei CDs und eine DVD. Und zusätzlich zu den (erhöhten) Mitgliedsbeiträgen werden nochmals 50 Cent pro Medium fällig.

Schon mit den bisherigen Nutzungsentgelten liege die Weidener Einrichtung "ganz vorne im Bundesgebiet", hatte Leibl vor den Beschluss betont. Die neue 50-Cent-Regelung "funktioniert kaufmännisch nicht": weil sich der Verwaltungsaufwand erhöhe und der Kunde "das nicht akzeptiert". Insgesamt befürchtete der Dezernent, dass das "Geschäft" einbricht. Wenn die Stadträte eine andere Bibliothek wollen, "dann sollte man das klar kommunizieren".Von einer "Regionalbibliothek" könne man dann jedoch nicht mehr sprechen. Weitere Neuerungen sehen einen weiteren Schließtag neben dem Montag sowie eine Kostenpflicht von Führungen auswärtiger Schüler vor.

Die Änderungsvorschläge seien nötig für die Haushaltskonsolidierung, stellte SPD-Fraktionsvorsitzender Roland Richter klar - "wir wollen, dass sie umgesetzt werden". "Man hat das Gefühl, keiner will auch nur irgendwas verändern, keiner will anfangen zu sparen", entrüstete sich CSU-Fraktionschef Wolfgang Pausch. Für die Stellungnahme der Verwaltung "fehlt mir jegliches Verständnis". Deren Chef - OB Kurt Seggewiß - votierte allerdings ebenfalls für die neue, erweiterte Satzung, die ab 1. Januar gilt.
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