Stadträte erschüttert über bauliche Zustände – Pestalozzischule weiter untersuchen
Masterplan Schulsanierung

Politik
Weiden in der Oberpfalz
04.06.2016
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In den Schulen gibt es einen gewaltigen Sanierungsstau. Schuldzuweisungen ließ Bürgermeister Jens Meyer erst gar nicht aufkommen. Dazu ist die Aufgabe, vor der die Stadt steht, viel zu groß. Im Bau- und Planungsausschuss schwangen die Eindrücke einer Ortsbesichtigung in der Pestalozzischule nach: "Wir sind schockiert", gestand Markus Bäumler (CSU). Stefan Rank (Bürgerliste) fand die Zustände "erschreckend" . Für Alois Schinabeck (SPD) stellte sich die Frage, ob die ramponierte Turnhalle überhaupt noch sanierungsfähig ist.

"Es rächt sich, dass wir so lange nichts gemacht haben", gestand Hans Sperrer (CSU), der ebenso wie Reinhold Wildenauer (Bürgerliste) die Schule noch als Schüler kennt. "Da hat sich in 50 Jahren nichts getan." Dies betrifft nicht nur die Pestalozzischule. Seit Jahren schiebt die Stadt einen Sanierungsstau von elf Millionen Euro vor sich her, betonte Karl-Heinz Schell (SPD) und das trotz der Maßnahmen (etwa Neubau FOS/BOS), die realisiert wurden.

Auch Bürgermeister Jens Meyer (SPD) räumte einen "massiven Investitionsstau" ein. Was geleistet werden konnte, sei viel zu wenig. Ein Streit darüber, wer was wann versäumte, bringe niemanden weiter. Viel wichtiger sei es, für die Eltern und Schüler "ein Signal zu setzen, dass wir gewillt sind, in die Bildungseinrichtungen zu investieren". Die Stadt habe eine gewaltige Aufgabe vor sich. Meyer regte einen Masterplan für die Sanierung der Schulen an. Darin sollten auch die Förderwege und Priorität geklärt werden. Es dürfe nicht sein, dass Medienräume fehlten. "Und die Lehrer schieben auf dem Rollwagerl einen Röhrenfernseher hin und her."

Sträflich vernachlässige die Stadt seit Jahren ihren Gebäudeunterhalt. "Wir sitzen wie das Kaninchen vor der Schlage. Wir müssen endlich anfangen", forderte Rank, der bedauerte, dass Erlöse aus Immoblienverkäufen in "fremden Töpfen landen". Einen ersten, kleinen Erfolg kann die Pestalozzischule verbuchen. Mit 30 000 Euro sollen das Gebäude untersucht und der Sanierungsbedarf geklärt werden. Dafür setzte sich auch Alois Lukas (CSU) ein
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