Statistik: Weidener Väter beantragen nur selten Elterngeld
Fläschchen oder Feierabendbier

Wiesbaden/Weiden/Amberg. Die Väter in Weiden sind weit abgeschlagen - zumindest nach aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts in Wiesbaden zum Elterngeld. Nur 26,3 Prozent der Väter, deren Kinder 2014 geboren wurden, nutzten die Partnermonate beim Elterngeld, so wenig Männer wie sonst nirgends in Bayern. Damit rangiert Weiden weit unter dem Bundesdurchschnitt, der 2014 bei 34,2 Prozent lag. In Bayern beantragten 41,7 Prozent der Väter Elterngeld, nur in Sachsen waren es mehr (44,2 Prozent). Schlusslicht ist das Saarland, wo nur 23 Prozent der Väter Elterngeld in Anspruch nahmen.


Der Durchschnitt in der Oberpfalz betrug 43,8 Prozent. Besonders viele Väter in den Kreisen Neumarkt und Regensburg (jeweils 48,6 Prozent) nahmen eine berufliche Auszeit, um sich um ein oder mehrere Kinder zu kümmern. Die Landkreise werden gefolgt von der Stadt Regensburg (43,2 Prozent), den Kreisen Tirschenreuth (42,1 Prozent), Schwandorf und Amberg-Sulzbach (jeweils 41,6 Prozent) sowie Neustadt/WN (39,5 Prozent). Den vorletzten Platz vor Weiden belegt die Stadt Amberg mit 35,7 Prozent. Spitzenreiter in Bayern ist der Landkreis Würzburg (52,4 Prozent).

Die Bayerische Familienministerin Emilia Müller kommentierte die Zahlen in einer Mitteilung am Donnerstag: "Väter von heute wollen nicht nur im Beruf, sondern auch als Familienvater voll durchstarten." Der durchschnittliche Elterngeldanspruch für Mütter und Väter in Deutschland lag 2014 bei 857 Euro pro Monat, in Bayern erhielten die Eltern 940 Euro. Die meisten Väter in Bayern erhielten in diesem Jahr zwei Monate lang die finanzielle Unterstützung (84,9 Prozent). Für Kinder, die 2014 geboren wurden, konnten Mütter und Väter 14 Monate lang Elterngeld erhalten, ein Elternteil jedoch nur für maximal 12 Monate.
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