Thermenwelt Weiden: Polizei ermittelt wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung
Metallteil in Rutsche fixiert

Hunderttausende vergnügen sich jedes Jahr in der Thermenwelt Weiden. Die Rutsche ist dabei vor allem bei den Kindern beliebt. Im unteren Drittel der Rutsche, die aus Teilstücken besteht, hat der Bademeister ein Metallteil bemerkt, das absichtlich dort fixiert wurde. Bild: Wilck
Politik
Weiden in der Oberpfalz
10.07.2015
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(ca) Ein unbekannter Täter hat in der Wasserrutsche der Weidener Thermenwelt ein Metallstück angebracht, das - wäre es nicht entdeckt worden - zu Verletzungen hätte führen können. "Wenn jemand darauf gerutscht wäre, wäre er definitiv verletzt worden", sagte am Donnerstag Stefan Hartl, Sprecher des Polizeipräsidiums Regensburg.

Das stabile Blechstück sei 6 mal 10 Zentimeter groß. Es war auf der Rutschfläche im unteren Drittel der insgesamt 107 Meter langen Rutsche fixiert worden. "Der Bademeister musste Kraft aufwenden, um es zu entfernen", erklärte Hartl.

Tägliche Kontrolle

Der Bademeister hatte am Freitag, 3. Juli, gegen 7.30 Uhr routinemäßig die Rutsche überprüft. Die Rutsche war zu diesem Zeitpunkt noch trocken. Über Nacht wird sie am unteren Ende verschlossen, damit niemand auf diesem Weg ins Bad gelangen kann. Beim täglichen Kontrollgang vor der Freigabe der Rutsche klettert der Mitarbeiter laut Polizei von unten nach oben durch die Röhre. Im unteren Drittel bemerkte er den Gegenstand und entfernte ihn.

Nach bisherigen Ermittlungen dürfte die Manipulation in der Nacht von Donnerstag, 2. Juli, auf Freitag erfolgt sein. Kriminalkommissar Stefan Hartl hebt explizit die Aufmerksamkeit des WTW-Personals hervor: "Nur den zuverlässigen, engmaschigen und gewissenhaften Kontrollen ist es zu verdanken, dass es zu keinen Verletzungen von Personen kam."

Am Dienstag brachte ein Verantwortlicher des Freizeitzentrums das Metallteil zur Polizei. Die Inspektion Weiden ermittelt wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung und bittet Personen, die im Umfeld der Rutsche verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben, um Hinweise, Telefon 0961/4010.

Das Polizeipräsidium Oberpfalz und die Stadt Weiden haben zu der "Manipulation einer Wasserrutsche" am Donnerstagnachmittag eine gemeinsame Presseerklärung verfasst. Zitat am Ende: "Der Oberbürgermeister der Stadt Weiden, Kurt Seggewiß, zeigte sich tief betroffen von der Tat und sicherte Polizei und Staatsanwaltschaft seine volle Unterstützung bei der weiteren Bearbeitung des Falles zu."
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