Unterm Strich: Der Mangel an Krippenplätzen bleibt
Eine Krippe schließt, eine startet neu

Ab Herbst wird im städtischen Kinderhaus "Tohuwabohu" nur noch eine Gruppe angeboten. Die zweite Gruppe mit 7 Plätzen, die sich im Untergeschoss befand, darf nicht mehr betrieben werden. Bild: Hartl
Politik
Weiden in der Oberpfalz
06.08.2016
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Die schlechte Nachricht: Die zweite Krippengruppe im "Tohuwabohu" mit 7 Plätzen, die wegen Brandschutzbestimmungen ins Erdgeschoss umgesiedelt war, gibt es ab September nicht mehr. Die gute Nachricht: Der AWO-Bezirksverband will seine neue Krippe im "Spatzennest" (12 Plätze) noch 2016 eröffnen. Das versicherte AWO-Kreisvorsitzende Hilde Zebisch am Freitagnachmittag, nachdem beim Bezirksverband niemand mehr erreichbar war. "Die Umbauarbeiten laufen bereits. Die dritte Kindergartengruppe wird in eine Krippe umgewandelt."

Angesichts des Mangels an Krippenplätzen in Weiden, ist der Zuwachs von 12 Plätzen am Jahresende trotzdem nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. 64 Kleinkinder stehen laut Jugendamtschefin Bärbel Otto für September auf der Warteliste, weitere 14 für Mai 2017. Dass die zweite Gruppe im "Tohu" ab Herbst nicht mehr betrieben werden kann, ist nach ihren Angaben seit Jahresanfang bekannt. "Nach den neuen Brandschutzbestimmungen darf kein Träger mehr eine Krippe im Untergeschoss betreiben. Es gab nur noch eine vorübergehende Betriebserlaubnis bis Ende des Krippenjahres."

Während aus dem Finanzausschuss im Frühjahr noch verlautete, man habe Mittel bereitgestellt, um u. a. die Brandschutzvorgaben für die Krippe im "Tohu" zu erfüllen, erklärt Otto: "Die Brandschutzauflagen beziehen sich auf den Schlafraum der Kindergartenkinder im Untergeschoss." Die Grundstückverhandlungen der Johanniter für die geplante dreigruppige Krippe laufen. Die Realisierung wird also noch dauern. Das gleiche gilt laut Simone Frey für die Erweiterung ihres "Schneckenhaus".

Was die Zukunft des "Tohu" betrifft, will der Finanzausschuss zunächst einmal den Sanierungsbedarf abklären. Angesichts des steigenden Bedarfs an Krippenplätzen, meint SPD-Fraktionschef Roland Richter, seien auch ein Anbau oder eine Erweiterung noch nicht vom Tisch.
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