Verwaltung auf Prüfstand stellen
FDP will wieder aktiver werden

Dieter Pauly (links) bleibt Vorsitzender des FDP-Kreisverbandes. Unser Bild zeigt ihn mit der Vorstandschaft. Bild: Kunz
Politik
Weiden in der Oberpfalz
15.01.2016
226
0

Aktivitäten gab es bei der FDP im vergangenen Jahr nicht besonders viele. Vorsitzender Dieter Pauly kennt auch den Grund: "Wir haben uns ja intensiv mit uns selbst beschäftigt." Jetzt will die FDP wieder Präsenz zeigen. Zumindest alle drei Monate.

Wenigstens viermal im Jahr wollen sich die Liberalen mit Infoständen wieder den Wählern vorstellen. Die Mehrheit der Bundesbürger glaube, dass ohne die FDP im Bundestag etwas fehle, betonte der wiedergewählte Kreisvorsitzende in der Jahreshauptversammlung beim "Alten Schuster".

Außerdem will der Kreisverband in diesem Jahr Bundespolitiker nach Weiden holen. "Am liebsten Christian Lindner." Der Themenbereich für die Liberalen sei vielfältig. In der Asylpolitik sehe er keine klare Linie der Bundesregierung. Konzeptlos sei das, sagte Pauly. "Die schlagen wir mit Logik, und damit können wir an Boden gewinnen." 2015 habe man "mehr oder minder gut hinter sich gebracht", sagte Pauly. Für fehlende Aktivitäten im Kreisverband seien auch finanzielle Probleme entscheidend gewesen.

Pauly zeigte sich froh, dass es trotz der bundespolitisch angespannten Lage keine Austritte gegeben habe. Es gab sogar zwei Neuzugänge. Landesschatzmeister Uli Lechte berichtete von der Landesklausurtagung. Dank der CDU/CSU-Politik könne er sagen: "Wir sind die neuen Konservativen im Land."

Kultur im Dorf lassen


Zur Silvesternacht von Köln: "Die Gesetze taugen. Erschreckend ist allerdings, dass die Bundesregierung eine Woche braucht, bis sie sich meldet." Zum Rausschmiss des Kölner Polizeipräsidenten: "Ein Bauernopfer." Stadtrat Reinhold Wildenauer sprach von einem bewegten Jahr für die Stadt. Die Erwartungen, die man in die Gewerbesteuer gesteckt habe, hätten sich nicht erfüllt. Allerdings seien FDP und Bürgerliste gegen eine Gewerbe- oder Grundsteuererhöhung gewesen. Große Erwartungen setze er in das Organisationsgutachten für die Stadtverwaltung, das die Liberalen mit angeschoben hätten. "Die Verwaltung muss auf den Prüfstein gestellt werden." Zu den Rotstiftaktionen: "Die Kultur sollte man schon im Dorf lassen."

Schulen bleiben


Max-Reger-Tage und Literaturtage seien gesichert, wenn auch vielleicht nur noch alle zwei Jahre. Die Sportförderung habe leider gekappt werden müssen. "Großvereinen fehlen jetzt 3000 Euro pro Jahr." Aber auf die Stadt kämen eben große Aufgaben zu. Dass Schulen geschlossen würden, glaube er nicht. "Jetzt haben wir ja wieder Nachwuchs", spielte Wildenauer auf die Flüchtlinge an.

Sporthalle zum Schämen


Die Mehrzweckhalle werde auf absehbare Zeit nicht mehr frei werden. Und weil die Realschulsporthalle ein Schandfleck sei und man sich auswärtigen Gastvereinen gegenüber schämen müsse, sei an den Neubau einer Dreifach-Turnhalle in Nähe der FOS/BOS gedacht.

FDP-NeuwahlenDie Neuwahlen brachten folgendes Ergebnis: Vorsitzender Dieter Pauly, Stellvertreter Christoph Skutella und Fritz Heiß, Schriftführer Nils Wist, Schatzmeister Kurt Mekelburg, Beisitzer Martin Hofmann, Jerome Vezard, Sarah Burdack, Reinhold Wildenauer und Hans-Peter Schuller. Revisoren Dr. Maria Magdalena Reber-Schuller und Margot Pauly. (uz)
Weitere Beiträge zu den Themen: Schandfleck (7)FDP (17)Schulsporthalle (1)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.