Verwaltung empfiehlt Radikallösung in Sedanstraße - Stadtgalerie: BI-Kritik im ...
Testlauf für Fußgängerzone?

So könnte sie mal aussehen, die Fußgängerzone am Issy-les-Moulineuax-Platz. Am Montag diskutiert der Stadtrat über einen Probebetrieb. Bild: Steinbacher

Der Weg zur Stadtgalerie bleibt steinig und schwer. Doch es geht voran. Am Montag, 26. Januar, will sich der Stadtrat zumindest mit einem Nebenthema des Einkaufszentrums befassen: dem Lückenschluss der Fußgängerzone in der Sedanstraße.

Angedacht war ein verkehrsberuhigter Bereich ("weiche Separation"), der über mehrere Monate erprobt werden sollte. Überraschend lehnt die Stadtverwaltung jedoch diese Variante ab - und empfiehlt stattdessen die Radikallösung: Der Abschnitt zwischen Stadtmühlweg (oder gar ZOB) und Dänner-Eck soll versuchsweise gar zur reinrassigen Fußgängerzone werden.

Der Grund, laut Baudezernent Hansjörg Bohm: "Der Aufwand, eine provisorische Fußgängerzone einzurichten, wäre wesentlich geringer. Einen verkehrsberuhigten Bereich müssen Sie dagegen baulich gestalten - und dafür viel Geld in die Hand nehmen." Die Diskussion im Stadtrat dürfte entsprechend kontrovers ausfallen. So oder so: Von heute auf morgen ließe sich auch der Testlauf einer durchgängigen FuZo nicht organisieren. "Vielleicht bekämen wir es noch vor den Sommerferien hin", sagt Bohm.

Manche Kritikpunkte entkräftet

Druck seitens Investor Fondara gäbe es nicht: "Die Stadtgalerie ist so ausgelegt, dass sie sowohl mit gesperrter Innenstadt-Spange als auch mit den heutigen Verkehrsverhältnissen funktionieren würde." Unabhängig davon schreitet die Bauleitplanung voran. Rund 40 Stellungnahmen erreichten im Zuge der vorgezogenen Bürgerbeteiligung das Rathaus, die meisten davon "relativ umfangreich", wie Bohm berichtet. Darunter auch die Eingabe der Bürgerinitiative "Weiden - Unsere Stadt" (wir berichteten). Manche ihrer Kritikpunkte entkräftet der Baudezernent schon jetzt.

Zum Beispiel die Anmerkung, dass die Stadtgalerie über zu wenig Zugänge verfüge und die Fassade in der Weißenburgstraße "rückseitenartigen" Charakter aufweise. "Solche Detailschärfe kennt ein Bebauungsplan gar nicht", betont Bohm. In diesem Stadium gehe es nur darum, die "räumlichen Spielräume" festzulegen. Alles andere enthalte der Bauantrag. Entschieden widerspricht der Dezernent der BI-Kritik, das Parkhaus sei zu groß und passe nicht in die Umgebung. Tatsächlich reichten dessen Dimensionen nicht an die des genehmigten ursprünglichen Parkhauses in der Wolframstraße heran.

Fondara: Kein Kommentar

Investor Fondara will die jüngsten Berichte nicht kommentieren. Geschäftsführer Thomas Schumacher: "Wir äußern uns nicht zu einem laufenden Bebauungsplanverfahren." Wie lange es noch läuft? Das Planungsbüro Dragomir arbeitet die Inhalte der Eingaben nun in den Plan ein, unterbreitet einen "Abwägungsvorschlag" oder nimmt gleich Änderungen vor. Ende Februar befasst sich der Bauausschuss damit. Erteilt er dem Bebauungsplan seinen Segen, liegt dieser für einen Monat öffentlich aus. Bis der Stadtrat den letztgültigen Satzungsbeschluss fällt, könnte jedoch auch hier die Sommerpause vor der Tür stehen. Fondara könnte bis dahin Abbrucharbeiten vornehmen. Unter anderem Hertie und die alte VHS sollen fallen. Wann genau? Laut Schumacher hängt das vom Fortlauf des B-Plan-Verfahrens ab.

In die Höhe jedenfalls wächst so schnell noch nichts. Bohm spricht vom "Jahr der Baugruben". Nichts hat sich am Termin der Eröffnung geändert: Nach wie vor peilt Fondara das Frühjahr 2017 an.
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