Vorfahrt für Sanierung
Millionen für die Sanierung von Straßen

Politik
Weiden in der Oberpfalz
04.01.2016
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Asphaltpisten auf neuer Trasse sind eher die Ausnahme. Das Staatliche Bauamt steckt im kommenden Jahr einen zweistelligen Millionenbetrag in den Erhalt von maroden Straßen und Brücken.

Amberg/Weiden. Mehr als ein großes Straßenbau-Projekt pro Jahr ist ohnehin nicht drin - für die gesamte nördliche und mittlere Oberpfalz wohlgemerkt. Die Mittel, die dem Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach für den Bau von Bundes- und Staatsstraßen zur Verfügung stehen, sind begrenzt. Im Bereich der Staatsstraßen rechnet Leitender Baudirektor Henner Wasmuth, Chef des Bauamtes, mit fünf Millionen Euro. Das reicht gerade so für ein großes Vorhaben und einige kleine Einzel-Maßnahmen. Das größte Projekt 2016 ist die Ortsumgehung Nittenau (Kreis Schwandorf). Der Spatenstich ist für April geplant.

Viele andere Vorhaben stecken noch in der Planungsphase. Bürgerbeteiligung und Genehmigungsverfahren benötigen Zeit. Aber selbst baureife Projekte können Jahre in der Warteschleife verharren. "Wenn jemand klagt, dann ist erstmal der Bremsklotz drin", sagt Wasmuth. Das betrifft zum Beispiel die Umgehung der B 299 von Tanzfleck an der Süd-Grenze des Truppenübungsplatzes Grafenwöhr (Kreis Neustadt/WN).

Großes Investitionspaket


Viel Geld steht für den Unterhalt zur Verfügung: Zehn Millionen alleine für Staatsstraßen. Weitere 10 bis 15 Millionen Euro für Bundesstraßen in den Kreisen Tirschenreuth, Neustadt/WN, Amberg-Sulzbach und Schwandorf sowie den Städten Amberg und Weiden. Für diese Region ist das Bauamt zuständig.



Im Juli 2015 hatte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) ein milliardenschweres Investitionspaket für Straßensanierungen angekündigt. Bis 2018 sollen die Mittel deutschlandweit auf 14 Milliarden Euro ansteigen. "Es ist sehr viel Geld angekündigt", betont Wasmuth. Dieses werde auch zweckgebunden eingesetzt. Eine Liste, wo im neuen Jahr mit umfangreichen Sanierungsarbeiten zu rechnen ist, kann Wasmuth noch nicht vorlegen. Derzeit geplant seien aber unter anderem im Sommer Asphaltarbeiten auf der B 299 durch Kastl bei Amberg. Ebenfalls in der Vorbereitung: eine Deckenerneuerung an der teilweise arg ramponierten B 85 im Bereich der Autobahn-Anschlussstelle Amberg-Ost.

Öfter Totalsperren


Immer öfter ist bei solchen Projekten eine Vollsperrung erforderlich. "Die Vorschriften für den Arbeitsschutz haben sich verschärft", berichtet Wasmuth. Wenn größere Sicherheitsabstände zu Baumaschinen oder fließendem Verkehr erforderlich werden, sind komplette Sperrungen unausweichlich. Wird Schulbusverkehr tangiert, versucht das Bauamt, die Arbeiten in die Ferien zu verlegen.
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