"Weiden: Bei der Initiative ""Need No Speed"" sehen Experten Familie und Prävention als Schlüssel gegen Drogen"
Bindungen gegen Sucht

Jeder Fall ist anders. Gerhard Krones (Zweiter von rechts) berichtete in der Expertenrunde mit Thomas Bauer (Kripo Weiden), Theresa Sowa (JUZ) und Ramasuri-Moderator Jürgen Meyer (von links) aus seiner jahrzehntelangen Erfahrung in der Suchtberatung. Bild: Tobias Schwarzmeier
Politik
Weiden in der Oberpfalz
16.02.2015
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Die Botschaft der Schilder am Straßenrand rund um das Jugendzentrum (JUZ), die vor dem Autofahren im Rauschzustand warnen, muss auf die Besucher auf dem Heimweg vom Jugendtheaterfestival skurril gewirkt haben. Nach der Expertenrunde in Kooperation mit der Initiative "Need no Speed" über die Drogenproblematik bei Jugendlichen wurde nämlich eines klar: Abschreckung kann in der komplexen Problematik nur wenig bewirken.

Der Ansatz liege woanders, in der Familie. "Wichtig ist, dass die Jugendlichen die Bindung an das Elternhaus behalten", betonte Gerhard Krones am Freitag. Man müsse den Jugendlichen ermöglichen, über sich zu reden. "Die Hilfssysteme sind nur Trockenlege-Systeme. Es geht lediglich darum, den Süchtigen von der Substanz wegzubringen, ihn zu kontrollieren", kritisierte der ehemalige Leiter der Suchtambulanz Weiden. "Das ist aber nicht die Lösung." Auch für die Prävention müsse mehr getan werden, stimmte der Weidener Kripo-Chef Thomas Bauer zu. Rund einem Dutzend Ermittlern in der Kontrolle stünde nur ein Kollege für die Prävention gegenüber. Hier müsse personell nachgebessert werden.

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Die Initiative im Internet:
www.need-no-speed.de
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