Weiden erhält einen Waldkindergarten
Kindergarten unter Bäumen

Was in Vohenstrauß schon ist, soll in Weiden noch kommen: ein Waldkindergarten. Im Landkreisosten entführt Märchenerzählerin Andrea Bartl-Schöll (rechts) die "Wilden Wichtel" schon mal in die Anderswelt. In Weiden soll der Waldkindergarten im Bereich der Heiligen Staude angesiedelt werden. Archivbild: dob
Politik
Weiden in der Oberpfalz
11.11.2016
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Die schlechte Nachricht: Noch fehlen drei Kindergartengruppen in Weiden. Die gute Nachricht: Im Bereich der Heiligen Staude soll spätestens im September 2017 ein Waldkindergarten in Betrieb gehen. Und: Die Diakonie erwägt die Einrichtung eines Kindergartens in Weiden.

Mit dieser Ankündigung überraschte Dagmar Deutschländer vom Diakonischen Werk den Jugendhilfeausschuss am Mittwoch. Die Diakonie betreibe in Weiden zwar noch keinen Kindergarten. "Diakon Rühl könnte sich so etwas aber grundsätzlich vorstellen." Einen geeigneten Grund gebe es noch nicht. Der geschäftsführende Vorstand werde aber demnächst das Gespräch mit der Stadt suchen.

Freilandgruppe abgelehnt


Der Bedarf ändere sich häufig, unter anderem durch den Zuzug von Familien oder auch Flüchtlingen, erklärte Bärbel Otto. Die Jugendamtsleiterin geht aber davon aus, dass in Weiden 65 Plätze für über Dreijährige fehlen. Leider habe die Bischöfliche Finanzkammer die Einrichtung einer zusätzlichen Gruppe - geplant war eine Freilandgruppe - am Kindergarten St. Josef nicht zugestimmt, hatte sie vorab berichtet. Dafür seien inzwischen die Pläne für einen Waldkindergarten sehr konkret. Die Elterninitiative aus Weiden habe mit dem "Learning Campus" einen Träger gefunden. Als Standort sei ein größeres Waldstück im Bereich der Heiligen Staude, östlich der B 22, vorgesehen. "Es gehört der Almosenstiftung". Der Start soll bereits im September 2017 erfolgen. "Dann fehlen uns noch zwei Gruppen für über Dreijährige", erklärte die Jugendamtsleiterin. Die Überlegungen der Diakonie waren ihr da noch nicht bekannt. Bis zur Realisierung dürfte aber noch einige Zeit ins Land ziehen. Denn schon die Johanniter mussten feststellen, dass es nicht einfach ist, in Weiden ein geeignetes Grundstück zu finden.

Das Problem scheint inzwischen mit Hilfe der Stadt gelöst. Bärbel Otto präsentierte dem Gremium den vorläufigen Lageplan für den Neubau einer dreigruppigen Kinderkrippe der Johanniter auf dem Gelände der Hammerwegschule (wir berichteten). 36 Kinder unter drei Jahren sollen in der dreigruppigen Einrichtung betreut werden. "Es war sehr schwierig, einen passenden Platz zu finden", sagte Otto. "Bei diesem Grundstück sprach am wenigsten dagegen. Für die Schule bleibt noch ausreichend Platz."

Am Dienstagabend seien die Pläne in einem ersten Informationsgespräch Lehrern und Elternbeirat der Hammerwegschule vorgestellt worden. Nach NT-Informationen wurden dabei Befürchtungen laut, dass die Parkplatzsituation an der Schule verschärft werde, weil durch den Krippenbau ein Teil der Parkplätze wegfällt. Aktuell müssen die Pläne für den Krippenneubau aber erst noch den Bauausschuss passieren.
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