Angemerkt
Notbremse unvermeidlich

Sport
Weiden in der Oberpfalz
15.01.2016
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So schnell geht's: Noch vor gut einem halben Jahr waren die SpVgg SV Weiden und Christian Stadler ein Herz und eine Seele. Unter Stadler hatte die Mannschaft die Bayernligasaison 2014/15 auf einem starken vierten Tabellenplatz abgeschlossen, war zuvor bis ins bayerische Pokalfinale gestürmt. Zwischen die Schwarz-Blauen und ihren Erfolgstrainer schien kein Blatt Papier zu passen.

Dass Stadler bei der Frage der Vertragsverlängerung aber zauderte, den Verein hinhielt, erst halbwegs zu- und dann wieder absagte, bedeutete im Sommer 2015 den ersten Kratzer im Vertrauensverhältnis. Auf die unbestrittene Kompetenz ihres Fußball-Experten wollten die Wasserwerkler jedoch nicht verzichten. So gut die Installation als Sportlicher Leiter aber gemeint war - sie konnte auf Dauer nicht gutgehen.

Ein Christian Stadler ist zu sehr Alpha-Tier, zu sehr Entscheider, um im Teamwork stets nach Kompromissen zu ringen, eventuell sogar nur die zweite Geige zu spielen. Zu seiner neuen Funktion fand Stadler nie den richtigen Zugang. Er eckte an, vor allem in der Zusammenarbeit mit Philipp Kaufmann. Jenem neuen Sportvorstand, der mit vielen frischen Ideen Schwung in den Verein bringen will. Beide kamen selten auf einen Nenner, es überwogen Differenzen, am Ende kam offener Streit hinzu.

Ob Stadler verbal ausfällig wurde, sei dahingestellt. Unbestritten war indes die Notwendigkeit, die Notbremse zu ziehen. Friede, Freude, Eierkuchen war schon einige Zeit nicht mehr. Mit der einvernehmlichen Trennung haben beide Seiten zumindest das Gesicht gewahrt.
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