Basketball
Hamm Baskets: Aufholjad vergeblich

Jan Selinger (Mitte) war mit 24 Punkten bester Punktesammler bei den Hamm Baskets. Als der Tscheche eine Minute vor Spielende foulbedingt ausschied, drehte Gastgeber BG Litzendorf die Bayernliga-Spitzenpartie noch zu seinen Gunsten. Archivbild: A. Schwarzmeier
Sport
Weiden in der Oberpfalz
22.02.2016
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Einen Rückschlag im Kampf um die Meisterschaft in der Bayernliga Nord mussten am Sonntag die Hamm Baskets Weiden hinnehmen. 70:73 unterlagen die Weidener Korbjäger beim direkten Konkurrenten BG Litzendorf und rutschten damit auf Platz drei ab.

Dennoch ist im Rennen um den Titel noch alles offen, treffen die Weidener doch nächste Woche auf den Zweiten TTL Bamberg II, der wiederum eine Woche später die BG Litzendorf zu Gast hat.

Einen denkbar schlechten Start zu ungewohnter Stunde um 12 Uhr Mittag erwischten die Hamm Baskets in die Spitzenbegegnung. 20:8 hieß es am Ende des ersten Spielabschnitts für die Hausherren, die forsch anfingen, während bei den Weidenern kaum ein Ball den Weg in den Korb fand. Ohne den erkrankten Daniel Waldhauser offenbarte man auch ungewohnte Schwächen beim Rebound und musste so Litzendorf davonziehen lassen.

Im zweiten Spielabschnitt traf man etwas besser, doch Litzendorf verteidigte geschickt und zwang die Gäste immer wieder an die Freiwurflinie, wo zu viele Würfe ihr Ziel nicht fanden.

"Aufwachen", forderte Trainer Marco Campitelli seine Mannschaft in der Halbzeitpause auf, den 28:44-Rückstand zu verkürzen. Und seine Spieler rissen sich am Riemen. Ein 11:5-Lauf ließ Weiden zunächst herankommen. "Wir haben den Ball gut bewegt und so einfache Würfe bekommen", lobte Campitelli sein Team, das den Rückstand immer weiter verkürzen konnte. Auch im Schlussabschnitt übernahm Weiden immer mehr die Kontrolle und ließ Litzendorf kaum noch zur Entfaltung kommen. Ein Lauf von 15:3-Punkten im Schlussabschnitt bescherte fünf Minuten vor Ende einen Fünf-Punkte-Vorsprung. 60 Sekunden vor Ende führte der Gast mit 70:67.

Dann musste jedoch Jan Selinger, bis dahin bester Werfer seiner Mannschaft mit 24 Punkten, nach einem Doppelfoul gegen beide Mannschaften mit seinem fünften persönlichen Foul auf die Bank. Litzendorf erhielt zwei Freiwürfe, verwandelte beide. Zudem bekam Radek Jezek beim Rebound ein weiteres Foul, so dass Litzendorf zwei weitere Freiwürfe erhielt und mit einem Punkt in Führung gehen konnte. Weiden versuchte zu antworten, doch ein weiteres Foul gegen Weiden und zwei erfolgreiche Freiwürfe für Litzendorf sicherten den Oberfranken den knappen 73:70-Heimsieg. "Schade", meinte Trainer Marco Campitelli. "Wir hätten das Spiel gewinnen können, haben am Ende aber Freiwurfpunkte hinnehmen müssen und selbst nicht mehr den Siegtreffer setzen können". Litzendorf hat damit den direkten Vergleich gewonnen und derzeit die besseren Karten im Aufstiegsrennen.
Wir hätten das Spiel gewinnen können, haben am Ende aber Freiwurfpunkte hinnehmen müssen und selbst nicht mehr den Siegtreffer setzen können.Marco Campitelli, Trainer der Hamm Baskets
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