Bayernligatagung
Eine kleine Entschuldigung der Funktionäre

Sport
Weiden in der Oberpfalz
29.06.2016
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Feucht. Die 18 Vereine der Bayernliga Nord haben sich am Samstag zur Sommerarbeitstagung im Sportheim des 1. SC Feucht getroffen. Auf der Agenda standen die Bestandsaufnahme und eine Ausblick auf die nächste Saison.

Ligaleiter Thomas Unger war mit dem Ablauf der Saison durchaus zufrieden: "Es war eine bis zum Schluss sehr spannende Saison und zwar oben wie unten in der Tabelle. Der Titel und die Vizemeisterschaft wurden erst am letzten Spieltag vergeben." Erfreulich war aus Ungers Sicht auch: "Es war ein mit den Vereinen insgesamt sehr reibungsloser Ablauf. Alle waren sehr kooperativ. Damit bin ich sehr zufrieden."

Wettbewerbsverzerrung


Für Aufsehen sorgte in der abgelaufenen Saison in der Bayernliga Nord der Fall des FC Eintracht Bamberg 2010, der im Frühjahr zum Insolvenzgericht gehen musste. Ohne Frage gab es dadurch in der Liga eine Wettbewerbsverzerrung. Die Bamberger hatten zum Teil mit einer starken und konkurrenzfähigen Mannschaft gespielt, in der Schlussphase dann aber mit einer gemischten Truppe keine Chance mehr auf Punkte. Dadurch wurde die Saison im oberen wie im unteren Bereich der Tabelle zum Teil deutlich beeinflusst.

Für das Schiedsrichterwesen referierte der ehemalige Bundesliga-Assistent Walter Hofmann aus Ansbach. Im Mittelpunkt seines Vortrages standen die von der Fifa-Exekutiv-Kommission beschlossenen Regeländerungen zur nächsten Saison, die so umfangreich wie noch nie sind. Hier wiederum gibt es eine gravierende Änderungen. Bei einer Verhinderung einer klare Torchance im Strafraum, das zu einem Elfmeter geführt hat, gab es in der Vergangenheit in aller Regel die Doppelbestrafung mit Elfmeter und Roter Karte für den Sünder. Nun entscheidet der Schiedsrichter nach zwei Kriterien: War der Angriff zur Verhinderung einer Torchance ballorientiert oder gegnerorientiert. "Im ersten Fall reicht eine Gelbe Karte aus, im zweiten Fall, wenn der Spieler umgerissen wird oder das Foul ohne Chance auf den Ball geschieht, ist nach wie vor die Rote Karte zwingend", erläuterte Hofmann.

Für das Sportgericht Bayern referierte deren Vorsitzender Heinz Ferber aus Nürnberg. "Es gab nicht wirklich Schlimmes in der abgelaufenen Saison in der Bayernliga Nord", sagte Ferber, der aber auf einen Fall eingehen musste. Ein Spieler des SC Eltersdorf musste vom Sportgericht für vier Monate gesperrt werden. Er hatte auf eine Niederlage seiner eigenen Mannschaft im Spiel gegen den TSV Aubstadt gesetzt. "Die Statuten schreiben da eine Bestrafung vor", so Ferber. Die fiel noch relativ gering aus: "Wir konnten strafmildernd berücksichtigen, dass sich der Spieler nicht persönlich bereichern wollte, sondern für einen Arbeitskollegen getippt hatte."

Gustav Kagerbauer aus Zwiesel, Mitglied im Verbandsspielausschuss (VSA), erläuterte noch einmal die kurzfristig zweimal geänderte Relegation zu den Bayernligen. "Uns ist bewusst, dass die Bekanntgabe, dass der Vierzehnte der Bayernliga Nord, der SV Erlenbach, nicht an der Relegation teilnehmen muss, zu kurzfristig war. Das wird nicht wieder vorkommen", sagte Kagerbauer. Denn erst einen Tag nach Saisonschluss unmittelbar vor der Auslosung der Relegation im Sportheim des TSV Bogen hatte der VSA bekanntgegeben, dass Erlenbach nicht an der Relegation teilnehmen muss. Im anderen Fall hätte die Gefahr bestanden, dass es in der Saison 2016/17 nur jeweils 17 Mannschaften in beiden Bayernligen geben würde und zwar im Fall des Aufstiegs des Regionalliga-Meisters SSV Jahn Regensburg in die 3. Liga, was ja dann auch so eingetroffen ist.

Auftakt in Ammerthal


Mit dem Oberpfälzer Derby DJK Ammerthal gegen den FC Amberg wird die Saison 2016/17 am Donnerstag, 14. Juli, eröffnet. Bis zur Winterpause werden 22 Spieltage, also bereits fünf aus der Rückrunde gespielt. Letztes Wochenende, an dem 2016 gespielt wird, ist der 26. und 27. November. Das Spieljahr 2017 beginnt am 3., 4. und 5. März. Letzter Spieltag ist am 20. Mai. Daran schließt sich eine zweiwöchige Relegation an.

Uns ist bewusst, dass die Bekanntgabe, dass der Vierzehnte der Bayernliga Nord, der SV Erlenbach, nicht an der Relegation teilnehmen muss, zu kurzfristig war. Das wird nicht wieder vorkommen.Gustav Kagerbauer, Mitglied im Verbandsspielausschuss
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