BFV-Pokal
SpVgg SV: Raus auch mit Applaus

Dicke Chance durch den Weidener Ibrahim Devrilen (Nummer 16). Hofs Keeper Erik Arkenberg kann klären. Die SpVgg SV scheiterte am Mittwochabend auch an ihrer Chancenverwertung.
Sport
Weiden in der Oberpfalz
24.08.2016
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Zwei Hammer-Tore, Elfmeter verwandelt: Und trotzdem konnte Thomas Schneider am Mittwochabend nicht lachen. Bild: A. Schwarzmeier

Sie hatten Chancen, sie hatten den überragenden Mann auf dem Platz, aber am Ende hatten sie kein Glück und keine Nerven. Die SpVgg SV Weiden ist am Mittwochabend in der zweiten Hauptrunde des BFV-Pokals gegen die SpVgg Bayern Hof ausgeschieden.

Das Spiel der SpVgg SV weiden hat wieder eine Seele: Rückkehrer Thomas Schneider war am Mittwochabend im Pokalspiel gegen den Regionalligisten SpVgg Bayern Hof der Mann des Abends. Zwei Mal glich er die Führung der Hofer aus, auch im Elfmeterschießen traf er ganz sicher. Dennoch konnte der 26-Jährige das Aus gegen die Oberfranken nicht verhindern. Ein wirklich unnötiges Aus. Nach dem 2:2 nach regulärer Spielzeit gewannen die Gäste mit 6:5 nach Elfmeterschießen. Bei den Weidenern hatten Christoph Hegenbart und Andreas Wendl vor den 360 Zuschauern verschossen, bei den Hofern versagten nur Alassane Kane die Nerven.

"Da nützen meine zwei Tore auch nichts, wenn man verliert", sagte ein geknickter Schneider nach der Partie. "Wir haben wirklich gut gespielt, aber nach dem Ausscheiden überwiegt natürlich das Negative." Schneider hatte mit zwei Hämmern aus 18 und 22 Metern jeweils die Hofer Führung ausgeglichen, Hofs Keeper Erik Arkenberg flogen die Bälle da so nur um die Ohren. "In der Halbzeit haben wir uns fest vorgenommen, das Spiel noch zu drehen", erzählte Schneider nachher.

Die Hofer waren schon nach 90 Sekunden durch Kagan Yildirim nach einem Stellungsfehler in der Weidener Hintermannschaft in Führung gegangen. Schon in der ersten Hälfte hätte die Galasek-Elf aber ausgleichen oder sogar in Führung gehen müssen. Drei gute Chancen in der letzten Viertelstunde der ersten Hälfte müssen einfach genutzt werden: Zunächst schoss Ibrahim Devrilen Hofs Keeper Arkenberg den Ball aus nächster Nähe in die Arme. Nur drei Minuten später war Arkenberg Sieger gegen den durchgebrochenen Hegenbart. Und in der 40. Minute kam Thomas Wildenauer nach einem Schneider-Zuspiel einen Schritt zu spät.

"Vielleicht ist das der Unterschied zwischen einem Regionalligisten und einem Bayernligisten", suchte Sportvorstand Philipp Kaufmann nach Erklärungen. "Die nutzen einfach ihre Chancen." Ganze zwei hatten die Hofer an diesem Abend. Die erste verwertete Yildirim, die zweite Martin Holek nach 68 Minuten zum zwischenzeitlichen 2:1. "Das sieht man seine Klasse. Den macht er gut mit dem Kopf", gab es Anerkennung von Weidens Kapitän Thomas Wildenauer für den hochgewachsenen und technisch starken Tschechen im Sturm der Oberfranken.

Wildenauer fand aber auch wie Kaufmann den eigenen Auftritt vollkommen in Ordnung: "Wir waren hier ebenbürtig, haben sehr gut gespielt", meinte der Kapitän. Im Elfmeterschießen habe dann etwas die Konzentration gefehlt. "Aber wir haben im Spiel auch ein paar Meter mehr gemacht als die."

Spielerisch überzeugt


Für Kaufmann war wichtig, dass die Mannschaft auch mal wieder einmal spielerisch überzeugt hat. "Ich bin sehr zufrieden", sagte er. Vor allem, wenn man sehe, dass fünf etatmäßige Kräfte gefehlt hätten. Im Spiel war davon kaum etwas zu merken. Auch weil Schneider seine Kollegen immer wieder mitriss. Letztendlich aber vergebens.

Wir haben im Spiel auch ein paar Meter mehr gemacht als die.Thomas Wildenauer zu möglichen Konzentrationsschwächen beim Elfmeterschießen

SpVgg SV Weiden - Bayern Hof n.E. 5:6

SpVgg SV Weiden: Forster, Paulus, reich, Wildenauer, Scherm, Wendl, Riester, Devrilen (75. Kießling), Hegenbart, Rodler, Schneider

SpVgg Bayern Hof: Arkenberg, Rupprecht, Benker, Schraps, Knoll, Fleischer, Biermeier, Yildirim (79. Sturm), Strößner (46. Kane), Stock (87. Root), Holek

Tore: 0:1 (2.) Kagan Yildirim, 1:1 (49.) Thomas Schneider, 1:2 (68.) Martin Holek, 2:2 (76.) Thomas schneider - SR: Florian Fleischmann (SC Kreith) - Zuschauer: 360

Elfmeterschießen: Rodler 3:2, Fleischer 3:3, Hegenbart verschiet, Knoll 3:4, Wendl verschießt, Kane verschießt, Riester 4:4, Schraps 4:5, Schneider 5:5, Holek 5:6

Bayernliga Nord

SV Viktoria Aschaffenburg

(dne) Regionalliga-Absteiger SV Viktoria Aschaffenburg hat zwei Spieler vom Nachbarn FC Bayern Alzenau verpflichtet. Mittelfeldspieler Niko Koukalias kehrt an den Schönbusch zurück. Der 24-Jährige spielte bis 2013 für die Viktoria, wohnt auch in Aschaffenburg und macht berufliche Gründe für seinen Wechsel geltend. Zweiter Neuer aus Alzenau ist Max Grünewald, der ebenfalls im Mittelfeld einsetzbar ist. Grünewald ist 20 Jahre alt und hat es in der Hessenliga schon auf 52 Einsätze (8 Tore) gebracht.

Golf

Regional-Finale in Schwanhof

Luhe-Wildenau. Am Sonntag, 28. August, findet beim Golfclub Schwanhof eines von drei Regional-Finals der 35. Golf-Wettspiele zugunsten der Deutschen Krebshilfe und ihrer Stiftung Deutsche Kinderkrebshilfe statt. Die Sieger aus rund 40 lokalen Turnieren spielen an diesem Tag um die Qualifikation zum Bundesfinale.

Die Bestplatzierten des Regional-Finals qualifizieren sich für das am 24. September im Golfpark Rothenburg-Schönbronn stattfindende Bundesfinale. In diesem Jahr rechnet die gemeinnützige Organisation mit einem Gesamterlös von rund 280 000 Euro für den guten Zweck.

Das Regional-Finale beim Golfclub Schwanhof beginnt am Sonntag um 9 Uhr. gestartet. Die Siegerehrung mit gemeinsamem Essen ist im Anschluss.
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