BVB-Legende sowie Ex-Coach von Amberg und Weiden gestorben
Trauer um Aki Schmidt

1965 führte Aki Schmidt (vorne, links) seine Borussen aus Dortmund als Kapitän aufs Feld und stemmte später den Pokal in die Höhe. Bild: dpa
Sport
Weiden in der Oberpfalz
11.11.2016
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Dortmund. (af/dpa) Borussia Dortmund trauert um den früheren Fußball-Nationalspieler Alfred "Aki" Schmidt. Der langjährige Mittelfeldspieler sei am Freitag im Alter von 81 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit in seiner Heimatstadt Dortmund gestorben, teilte der Fußball-Bundesligist mit. "Aki Schmidt war ein schwarzgelbes Aushängeschild und hatte beim BVB den Rang einer Vereinslegende. Der gelernte Stahlarbeiter war 1956 vom Dortmunder Vorortverein SpVgg Berghofen zur Borussia gewechselt und bis 1968 an vielen großen Erfolgen des Revierclubs beteiligt. 1957 und 1963 gewann er jeweils die deutsche Meisterschaft. Als Kapitän führte er die Mannschaft 1965 zum Sieg im DFB-Pokal und 1966 zum Gewinn des Europapokals der Pokalsieger.

Schmidt galt als "Filigrantechniker" und zeigte seine Qualität auch im Dress der deutschen Nationalmannschaft. Zwischen 1957 und 1964 bestritt der gebürtige Dortmunder 25 Länderspiele, erzielte dabei acht Tore und nahm an der WM 1958 in Schweden teil. In der DFB-Auswahl wurde er sogar als erster Spieler des BVB zum Kapitän berufen.

Das BVB-Urgestein galt aber auch irgendwie als halber Oberpfälzer. Denn in den 70er Jahren ließ sich der WM-Teilnehmer von 1958 in Burglengenfeld nieder, arbeitete als Sportlehrer und als Fußball-Trainer. Zunächst beim SSV Jahn Regensburg, dann beim FC Amberg und schließlich bei der SpVgg Weiden, die er 1988 in die Bayernliga führte. "Ich habe in der Oberpfalz viel Erfolg gehabt und alle drei Klubs zu Meisterschaften geführt", blickte Schmidt anlässlich des BVB-Gastspiel in Weiden im DFB-Pokal 2009 nicht ohne Stolz auf diese Zeit zurück.
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