Club-Star Patrick Erras im Interview
FCN heiß auf die Relegationsspiele

Patrick Erras kann derzeit nur zuschauen: Am Donnerstag ist der derzeit verletzte Club-Spieler aus Raigering in Frankfurt dabei, um seinen Kollegen die Daumen zu drücken. Bild: bwr
Sport
Weiden in der Oberpfalz
18.05.2016
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Nürnberg. Natürlich wäre er gerne auf dem Spielfeld dabei: Livespiele in der ARD, bundesweit im Fokus. Jetzt müssen es seine Jungs ohne ihn richten. Patrick Erras (21) war bis zu seiner Verletzung der Shootingstar beim Zweitliga-Dritten 1. FC Nürnberg. Nach seiner schweren Knieverletzung im März wurde er jüngst zum zweiten Mal operiert. Jetzt steckt der Raigeringer im Aufbautraining. Das wird er aber unterbrechen - in Frankfurt ist er im Stadion. Auch für das Relegations-Interview mit unserer Zeitung hat er Hanteln und Gewichte mal beiseite gelegt.

Vergangene Woche wurden Sie zum zweiten Mal operiert. Nach dem Meniskusschaden war nun das Kreuzband dran. Wie ist die OP verlaufen?

Patrick Erras: Die OP ist sehr gut verlaufen. Es ist auch alles gut verheilt von der ersten OP, der Arzt ist sehr zufrieden.

Und jetzt geht's wieder ab in die zähe Reha?

Ja, ich mache jetzt am Valznerweiher meine Reha weiter. Sechs Mal die Woche, jeweils so um die vier Stunden. Nur am Sonntag habe ich frei.

Gibt's trotz der frustrierenden Ausfallzeit kleine Erfolge?

Ich bin inzwischen die Krücken fast los. Ich durfte sieben, acht Wochen nur mit Krücken gehen, durfte das Bein nicht belasten, aber jetzt kann ich fast normal auftreten und gehen.

Dennoch wird's noch einige Zeit dauern, bis Sie zurückkommen. Wie lange?

Es ist schwer zu sagen, aber grob geschätzt, wird es wohl noch ein halbes Jahr dauern. Wir dürfen nur nichts überstürzen.

Sie könnten als Erstligaspieler zurückkehren, wenn Ihre Kollegen die Eintracht besiegen. Stehen die Chancen gegen Frankfurt besser als gegen Bremen?

Da gab es für uns sicherlich keinen Wunschgegner. Ich glaube aber schon, dass wir gute Chancen haben gegen Frankfurt. Wir müssen allerdings zwei Mal eine Topleistung abrufen. Das wird ganz schwer, aber das wäre gegen Bremen auch so gewesen.

Zumindest trifft man nicht auf einen Top-Stürmer wie Pizarro...

Frankfurt hat aber einen Alex Meier. Also von den Stürmern her bleibt sich das gleich. Wir sind einfach heiß auf die Spiele.

Wie schaut Ihre Vorbereitung auf die Relegationsspiele aus ?

Ich habe Anfang der Woche noch mal beim Training vorbeigeschaut und den Jungs Glück gewünscht. Was anderes bleibt mir derzeit ja auch nicht übrig. Ich werde nach Frankfurt mitfahren.

Ist der Club der Außenseiter?

Als Zweitligist ist man immer ein bisschen Außenseiter. Entscheidend wird sein, wer weniger Fehler macht. Wir müssen nur so spielen, wie wir in den letzten zwei Spielen oder wie wir die meiste Zeit der Saison gespielt haben. Insgesamt stehen die Chancen aber schon fünfzig-fünfzig.

Mit Ihnen fehlt der Youngster, mit Raphael Schäfer ist der Oldie wieder dabei ...

Raphael ist ganz wichtig mit seiner Erfahrung im Tor. Er dirigiert die Abwehr, führt die Mannschaft, er hat ein ganz gewichtiges Wort in der Kabine.

Jede Menge Transfergerüchte sind jetzt wieder im Umlauf. Sie haben zwar erst ihren Vertrag verlängert, dennoch fällt manchmal ihr Name bei anderen Klubs. Was ist da dran?

So etwas interessiert mich nicht. Ich konzentriere mich auf meine Reha. Man liest das, kriegt das zwar mit, aber damit beschäftige ich mich nicht.

Wie man aufsteigt, hat Ihnen ihr Heimatverein SV Raigering schon vorgemacht ...

Das Spiel zuletzt gegen Inter Bergsteig Amberg, als sie den Aufstieg perfekt gemacht haben, habe ich mir angeschaut. Ich freue mich, dass sie es gepackt haben und wieder in die Bezirksliga aufgestiegen sind.

Und jetzt steigt der Club auf ...

(Erras lacht) Das Ziel ist, dass wir da nachlegen.
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