Der Schlager
SpVgg SV Weiden kann mit Sieg gegen Hof auf Platz zwei vorrücken

Andreas Wendl (links) und Ralph Egeter blicken erwartungsvoll dem Spitzenspiel gegen die SpVgg Bayern Hof entgegen. Anstoß am Weidener Wasserwerk ist am Dienstag um 19 Uhr. Bild: A. Schwarzmeier
Sport
Weiden in der Oberpfalz
25.04.2016
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Wolke sieben in Weiden! Die SpVgg SV schickt sich tatsächlich an, in die Regionalliga Bayern aufzusteigen. Ein Sieg im heutigen Nachholspiel gegen die SpVgg Bayern Hof und die Wasserwerk-Elf hätte beste Chancen.

Wenn am heutigen Dienstagabend um 19 Uhr die SpVgg SV Weiden die SpVgg Bayern Hof empfängt, steigt nicht nur das ewig junge oberpfälzisch-oberfränkische Derby, sondern auch ein richtungsweisendes Spitzenspiel für die Tabellensituation in der Bayernliga Nord.

Die heimische SpVgg SV könnte mit einem Sieg auf Platz zwei vorrücken und die Hofer mit dann sieben Punkten Differenz endgültig aus dem Rennen um den Regionalligaaufstieg werfen. "Wir wissen um die Wichtigkeit dieses Spiel, gehen aber mit viel Selbstvertrauen in sicher kampfbetonte 90 Minuten", freut sich Weidens Trainer Tomas Galasek auf die Nachholbegegnung des 22. Spieltages und sieht die Gäste eher in Zugzwang: "Hof hat mehr Druck als wir, sie müssen schon fast gewinnen, wenn sie noch einmal angreifen wollen. Wir können einen Riesenschritt machen, haben aber kein Endspiel."

Die Tendenz der letzten Wochen spricht tatsächlich klar für die Max-Reger Städter. Der überzeugende 4:0- Erfolg gegen den 1.SC Feucht am Freitagabend war die 18. Begegnung ohne Niederlage in Folge. Dementsprechend stolz zeigt sich Galasek: "Wir haben am Freitag ein starkes Spiel abgeliefert und konnten am Ende sogar ein wenig Kräfte sparen. Diese Serie ist schon klasse und wir wollen sie, so lange es geht, am Leben erhalten." Auf der anderen Seite ist bei den Oberfranken aktuell ein wenig Sand im Getriebe. Drei Niederlagen in Folge ist man knapp 100 Kilometer nördlich von Weiden nicht gewohnt. Gerade die Niederlagen gegen den VfL Frohnlach(1:2) und SpVgg Jahn Forchheim (2:3) kamen überraschend. Doch gerade "angeschlagene Boxer sind die gefährlichsten", wie der Weidener Coach feststellt.

Es ist also alles angerichtet für ein Derby, dass in den letzten drei Spielen immer nur ein einziges Tor gesehen hat. Gewannen die Schwarz-Blauen letzte Saison beide Spiele, waren in dieser Spielzeit die Hofer mit dem Minimalergebnis von 1:0 erfolgreich. Die Stärke der Elf von Miloslav Janovsky, der am Freitag an seiner alten Wirkungsstätte die Spielweise der SpVgg SV per Videostudium beobachtet hat, ist die Ausgeglichenheit, aus der lediglich Top-Stürmer Martin Holek mit 20 Saisontoren herausragt. Mit André Biermeier (ehemals SV Etzenricht) und Eduard Root gegen seinen Ex- Verein stehen ebenso in der Region bekannte Gesichter im Kader der Bayern.

Bei der SpVgg SV Weiden läuft mit Josef Rodler ebenfalls ein Spieler auf, der seine Stiefel bereits für den Gegner geschnürt hat. Blieb ihm in Hof der Durchbruch noch verwehrt, scheint in Weiden der Knoten endgültig geplatzt zu sein, was 15 Saisontore und Platz fünf der Torjägerliste belegen. Überhaupt wusste die gesamte Weidener Offensive am Freitag spielerisch zu überzeugen. "Da waren wirklich schöne Spielzüge dabei, trotzdem müssen wir in erster Linie wieder auf unsere starke Defensive und Zweikampfstärke setzen. Das ist heuer unsere Trumpfkarte," hat Galasek den Plan für einen Heimsieg. Aktuell ist die beste Defensive der Bayernliga (20 Gegentore) um Keeper Dominik Forster bereits wieder seit 380 Minuten ohne Tor.

Der Weidener Kader bleibt unverändert. Es fehlen weiterhin Martin Schuster (Knie-OP), Michael Riester (Zwerchfellprellung) und Marco Kießling (Aufbautraining).
Hof hat mehr Druck als wir, sie müssen schon fast gewinnen, wenn sie noch einmal angreifen wollen.SpVgg-SV-Trainer Tomas Galasek
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