Deutscher Meister aus Schirmitz
Badminton-Ass Käsbauer siegt mit Beck im Herrendoppel und will nach Rio

Badminton-Spieler Peter Käsbauer aus Schirmitz wurde am Wochenende deutscher Meister im Herrendoppel. Ein bisschen darf der 27-Jährige auch noch auf Olympia hoffen. Bild: mr
Sport
Weiden in der Oberpfalz
08.02.2016
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Der Titel deutscher Meister ist super, aber für so manchen Vollblutsportler gibt es noch höhere Ziele. Badminton-Ass Peter Käsbauer aus Schirmitz holte am Wochenende mit seinem Doppelpartner Gold bei den nationalen Titelkämpfen. Und will jetzt mehr.

Bielefeld/Schirmitz. Gesucht und gefunden: Ein Schirmitzer und ein Düsseldorfer - das passt. Die Badmintonspieler Peter Käsbauer und Raphael Beck holten am Sonntag in Bielefeld den Deutscher-Meister-Titel im Herrendoppel. "Überraschend war das nicht", sagte Käsbauer am Montag, "schließlich waren wir an Nummer eins gesetzt."

Dennoch freute sich der 28-Jährige aus Schirmitz (Kreis Neustadt/WN) über den starken Auftritt mit Beck: "Wir haben im Finale eine sehr konzentrierte Leistung abgerufen", analysierte er das Endspiel, das die beiden mit 21:16 und 21:15 gegen Mark Lamsfuß (Wipperfeld) und Marvin Seidel (Bischmisheim) gewannen. Einen leichten Wackler gab es nur im Halbfinale. "Da sind wir im zweiten Satz mal leicht nervös geworden", meinte Käsbauer. Aber auch Denis Nyenhuis (Refrath) und Philipp Wachenfeld (Langenfeld) wurden geschlagen, mit 21:16, 18:21 und 21:11.

Im Mixed scheiterte Käsbauer mit Franziska Volkmann im Viertelfinale an Richard Domke/Kira Kattenbeck. Aber das gemischte Doppel, auf das Käsbauer früher einmal gesetzt hatte, läuft jetzt nur noch nebenbei. Er konzentriert sich voll und ganz auf das Herrendoppel. "Die Konstellation bei uns passt ganz gut", erklärt der Oberpfälzer: "Ich bin mehr der Netzspieler, Raphael eher der Hinterfeldspieler." Aufgrund seiner Größe sei Beck prädestiniert für Schläge aus dem Hinterfeld. Im Sommer vergangenen Jahres suchten die Bundestrainer nach einem weiteren starken Doppel und fanden, dass Beck und Käsbauer zusammenpassen würden.

Die beiden gewannen seither zwei internationale Turniere in Sofia (Bulgarien) und Dublin (Irland). Das war's aber noch nicht, wie Käsbauer sagt: "Jetzt dann im März stehen drei ganz wichtige Turniere an." Darunter auch die German Open. Ob es für die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Rio noch reichen wird, ist eher fraglich. In Brasilien wird ein deutsches Herrendoppel am Start sein, und da hat die Paarung Michael Fuchs und Johannes Schöttler derzeit die Nase klar vorne. Die beiden konnten nicht an der deutschen Meisterschaft in Bielefeld teilnehmen, weil sie sich auf ein Quali-Turnier in Thailand vorbereiten. Mitte Mai steht fest, wer nach Rio darf. "Wenn wir richtig gut spielen, können wir die beiden vielleicht noch erreichen", ist Käsbauer vorsichtig optimistisch. Wenn nicht, ist für Beck und ihn auch noch Tokio 2020 ein Thema. Denn die beiden haben sich auf dem Court gesucht und gefunden, trainieren täglich am Olympia-Stützpunkt Saarbrücken zusammen. Käsbauer und Beck - das passt.
Wir haben im Finale eine sehr konzentrierte Leistung abgerufen.Peter Käsbauer
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