Devils verlieren in Landshut
Eishockey

Hier kämpfen Devils-Verteidiger Florin Ketterer (links) und der Landshuter Kyle Doyle (rechts) fair um die Scheibe, doch wenig später gerieten sie aneinander. Der junge Weidener ließ sich vom Deutsch-Kanadier provozieren und zu einem Revanchefoul hinreißen, das eine Fünfminuten- plus Spieldauerdisziplinarstrafe zur Folge hatte. Aus: EV Landshut - Blue Devils Weiden 4:2. Bild: Gerleigner
Sport
Weiden in der Oberpfalz
29.12.2015
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Da war mehr drin für die Blue Devils! Die Weidener lagen am Montagabend beim EV Landshut lange in Front, doch am Ende standen sie nach einem großen Kampf mit leeren Händen da. Knackpunkt der Partie war die Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Devils-Verteidiger Florin Ketterer.

Landshut. Nach dem Hoch mit fünf Siegen in sieben Partien sind die Blue Devils wieder auf dem Boden der Tatsachen gelandet. Am Montag kassierten sie beim EV Landshut mit 2:4 (1:0, 0:2, 1:2) die dritte Niederlage in Folge. Völlig unnötig, wie Trainer Markus Berwanger nach dem Match vor rund 2700 Zuschauern sagte: "Wir haben ein super Spiel gemacht und hätten Minimum einen Punkt verdient gehabt."

Neben der mangelnden Chancenverwertung der Weidener war eine Szene in der 36. Minute spielentscheidend. Die Blue Devils führten mit 1:0, als sich Florin Ketterer zu einem Revanchefoul am Landshuter Kyle Doyle hinreißen ließ und mit einer Fünfminuten- plus Spieldauerdisziplinarstrafe vorzeitig unter die Dusche musste.

Er ist provoziert worden, aber das darf er nicht machen.Blue-Devils-Trainer Markus Berwanger zum Revanchefoul von Florin Ketterer

Doyle kam mit zwei Minuten davon und traf kurz nach Ablauf seiner Strafe in Überzahl ins Schwarze.

Hönkhaus in guter Form


Die Weidener begannen in der Aufstellung wie zuletzt gegen Sonthofen. Zwischen den Pfosten stand der in den beiden letzten Partien nicht überzeugende Fabian Hönkhaus, der sich aber in Landshut wieder in sehr guter Form präsentierte. Die Devils kassierten in der Anfangsphase drei Strafzeiten, überstanden aber die Unterzahlsituationen - davon 42 Sekunden sogar mit zwei Mann weniger - ohne Schaden. In der 11. Minute gingen die Gäste in Führung, als Marcel Waldowsky einen Konter erfolgreich abschloss.

Im zweiten Abschnitt verwalteten die Weidener lange den Vorsprung. Sie standen gut in der Defensive und lauerten auf Konter, die immer brandgefährlich waren. Dann kam die Szene mit Ketterer und dem Deutsch-Kanadier Doyle, die spielentscheidenden Charakter hatte. Bei vier gegen vier markierte der Kanadier Patrick Jarret den Ausgleich (37.). Doyle war dann exakt acht Sekunden wieder auf dem Eis, als er in Überzahl das 2:1 (38.) für die Niederbayern erzielte.

Coach Berwanger musste im Schlussdrittel umstellen. Dominik Schopper stürmte fortan im dritten Block für Thomas Schreier, der Ketterers Abwehrposition übernahm. Die Blue Devils gaben sich nicht geschlagen und wurden für ihre Bemühungen mit dem 2:2 durch Philipp Siller (49./Überzahl) belohnt. Die Freude währte aber nicht lange, denn zwei Minuten später brachte der Kanadier Cody Thornton die Gastgeber wieder in Front. Den erneuten Ausgleich hatte Lubomir Vaskovic auf dem Schläger, der aber die Scheibe nicht im leeren Kasten unterbrachte. 26 Sekunden vor Schluss machte Michael Endraß mit seinem "empty-net-goal" zum 4:2 alles klar.

Mittwoch gegen Bad Tölz


Nach dieser bitteren Niederlage muss Markus Berwanger seine Mannschaft schnell wieder aufrichten, denn am Mittwoch, 30. Dezember, steht schon das nächste schwere Spiel auf dem Programm. Um 20 Uhr gastieren die Tölzer Löwen in der Hans-Schröpf-Arena.
Er ist provoziert worden, aber das darf er nicht machen.Blue-Devils-Trainer Markus Berwanger zum Revanchefoul von Florin Ketterer


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