DFB-Pokal
Jammerschade für den Jahn

Nur knapp verpasste der SSV Jahn Regensburg die Pokalsensation, denn die Oberpfälzer mussten sich erst im Elfmeterschießen gegen Hertha BSC geschlagen geben. Dabei hatte der SSV Jahn durchaus Chancen, das Spiel schon vorher zu entscheiden. Hier scheitert Marco Grüttner am Berliner Keeper Rune Jarstein. Bild: Baehnisch
Sport
Weiden in der Oberpfalz
22.08.2016
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Der Mann ist durchs Stahlbad Champions-League gegangen. Kein Wunder, dass Salomon Kalou in der Oberpfalz die Nerven behielt. Der Ex-Chelsea-Spieler schoss die Hertha in die nächste Runde. Dabei war der SSV Jahn so nah dran an der Sensation.

Regensburg. Ein Sekundenschlaf kostete dem SSV Jahn Regensburg am Sonntagabend die Pokalsensation. Der Drittligist hatte nur noch sechs Minuten gegen eine biedere Hertha aus Berlin zu überstehen, da stimmte die Zuordnung in der Abwehr nicht. Mitchell Weiser köpfte noch den 1:1-Ausgleich. "Ausgerechnet der kleinste Berliner macht das Tor", stöhnte Jahn-Keeper Philipp Pentke. Am Ende verlor der SSV Jahn gegen den Bundesligisten Hertha BSC Berlin mit 4:6 nach Elfmeterschießen.

"Glückwunsch an meinen Kollegen, der Jahn hat wirklich sehr gut gespielt", sagte Hertha-Coach Pal Dardai. Jahn-Trainer Heiko Herrlich sprach von einem insgesamt verdienten Berliner Sieg: "Manchmal ist man aber auch Gewinner, wenn man nicht Sieger ist."

In der ersten Hälfte hatten die Gastgeber die besseren Möglichkeiten. Es ging im Drei-Minuten Rhythmus rund: 23., 26., 29. Minute - der Jahn hatte die Hertha am Rande eines Rückstands. Zunächst kam Marco Grüttner nach einer Flanke von Jann George etwas zu spät, dann versuchte der Neuzugang vom VfB Stuttgart II den Ball an Hertha-Keeper Rune Jarstein vorbeizuspitzeln, doch der Norweger hatte aufgepasst. Und schließlich wurde ein gefährlicher Schuss von Kolja Pusch noch abgeblockt. Für den Bundesligisten war das ein bisschen ein Weckruf. Gefährlich wurde es zwei, drei Mal.

Kurz nach der Pause war dann richtig Trubel in der Continental-Arena. Zunächst ärgerte sich Jahn-Verteidiger Sven Kopp noch über seine vergebene Chance. Hertha-Keeper Jarstein hatte den Schuss des Ex-Weideners gerade noch über die Latte gelenkt. Doch nach der Ecke hielt Jahn-Verteidiger Alexander Nandzik einfach aus 20 Metern drauf. So gut Jarstein bei der Kopp-Aktion aussah, so unglücklich agierte er beim Nandzik- Schuss. Die Regensburger feierten vor den gut 12 500 Zuschauern ihre Führung überschwänglich und durften sich bis kurz vor Schluss als Sensationssieger fühlen, ehe Mitchell Weiser mit Köpfchen agierte - zum Ausgleich. In der Verlängerung war Hertha zunächst das agilere Team mit Chancen durch Vedad Ibisevic, Julian Schieber oder Salomon Kalou. Doch in den letzten Minuten gab der Jahn noch mal Gas. Jetzt rettete sich der Erstligist ins Glücksspiel Elfmeterschießen. Doch zogen die Berliner noch das große Los. Beim Jahn versagte Marcel Hofrath. Die Berliner blieben alle cool vom Punkt.
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