Eishockey
Abwehr muss stabiler werden

Förderlizenztorwart Philip Lehr (rechts, im Derby in Selb) steht den Blue Devils am Wochenende zur Verfügung. "Heute in Sonthofen spielt er definitiv", kündigte der Weidener Trainer Markus Berwanger an. Ob der 23-Jährige von den Nürnberg Ice Tigers auch am Sonntag gegen Landshut spielt, entscheidet sich kurzfristig. Bild: Gebert
Sport
Weiden in der Oberpfalz
18.11.2016
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Nach 13 Spielen liegen die Blue Devils mit 20 Punkten und Rang sechs zwar im Soll, zu sicher dürfen sie sich aber nicht fühlen. Der Vorsprung auf den ersten Nicht-Play-off-Platz beträgt nur sechs Zähler. Und am Wochenende warten zwei schwere Aufgaben.

"Das ist ein wichtiges Wochenende für uns, gegen zwei starke Gegner", sagt Markus Berwanger, der Trainer der Blue Devils Weiden (6./20 Punkte). Am Freitag um 20 Uhr treten die Weidener beim ERC Sonthofen (11./8) an, der zuletzt aufsteigende Tendenz zeigte. Und am Sonntag (Beginn 18.30 Uhr) gastiert der Traditionsverein EV Landshut (7./19) in der Hans-Schröpf-Arena.

Lehr heute im Kasten


Was die Aufstellung betrifft, gibt es eine wichtige Personalie. Förderlizenztorwart Philip Lehr von den Nürnberg Ice Tigers steht den Blue Devils das komplette Wochenende zur Verfügung. "Heute in Sonthofen spielt er definitiv", kündigte Berwanger an. Ob Lehr auch am Sonntag gegen Landshut zwischen den Pfosten steht oder Fabian Hönkhaus, werde sich kurzfristig entscheiden. Etwas Sorgen bereitet Stürmer Philipp Siller, der am Dienstag einen Schuss an den Daumen bekam. "Ich gehe davon aus, dass er spielt", sagte Berwanger. "Wenn nicht, werde ich alle Hebel in Bewegung setzen, dass wir noch einen Förderlizenzspieler bekommen." Das wäre auch nötig, denn am Freitag fehlt Lukas Zellner aus beruflichen Gründen.

Der Blick auf das Weidener Torverhältnis zeigt, wo bei den Blue Devils der Schuh drückt. Mit 53 Toren liegen sie über dem Durchschnitt, mit 52 Gegentreffern im unteren Bereich. Am vergangenen Wochenende mussten die Devils beim 7:5 gegen Schönheide und dem 5:6 n.P. in Lindau zehn Gegentore schlucken. "Das Toreschießen klappt. Es sollten aber auch mal weniger Tore zum Sieg reichen", sagt der Weidener Coach, der aber nicht nur die Verteidiger in die Pflicht nimmt. Der gesamte Block müsse defensiv gut arbeiten.

"Das wird ein schwerer Gang", blickt Berwanger der Partie in Sonthofen mit gemischten Gefühlen entgegen. Die Allgäuer hätten bisher unter ihren Möglichkeiten gespielt und seien vor allem offensiv sehr stark. "Sonthofen ist im Aufwind", glaubt der Devils-Trainer nicht nur wegen des jüngsten 4:2-Erfolgs gegen Bad Tölz. In Sachen Trefferbilanz ist der EV Landshut das Gegenstück zu den Blue Devils. Mit nur 32 Gegentoren stellen die Niederbayern die viertbeste Defensive hinter Spitzenreiter Selb (27), Bad Tölz (29) und Regensburg (31). Offensiv herrscht allerdings Flaute: Kein Klub in der Oberliga Süd erzielte weniger Tore als die Landshuter (31).

Aufgebot Blue Devils: Lehr, Hönkhaus - Herbst, Nägele, Sevo, Hajek, Willaschek, Synowiec - Babic, Jirik, Heinisch, Schmid, Abercrombie, Siller, Waldowsky, Kirchberger, Schreyer, Schreier, Zellner (nur Sonntag)

Das Toreschießen klappt. Es sollten aber auch mal weniger Tore zum Sieg reichen.Markus Berwanger
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