Eishockey
Ärgerliche Niederlage für Blue Devils

Florin Ketterer (links), hier im Zweikampf mit Achim Moosberger, brachte die Blue Devils in Selb mit 1:0 in Führung, doch am Ende verloren die Weidener das Derby mit 4:5. Bild: Gebert
Sport
Weiden in der Oberpfalz
09.01.2016
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Die Blue Devils schnupperten an der Überraschung, führten zwei Mal im Derby in Selb - um am Ende doch mit leeren Händen dazustehen. Die Enttäuschung im Weidener Lager war nach der unnötigen 4:5 (1:1, 3:2, 0:2)-Niederlage groß.

Selb. "Wir waren nah dran an einem Punktgewinn. Da ist es natürlich ärgerlich zu verlieren", grollte EV-Trainer Markus Berwanger. In einem kuriosen Spiel lieferten die Blue Devils den Wölfen aus Selb einen großen Kampf. Letztlich entschied ein individueller Fehler die hart umkämpfte Partie. "Wir haben in der Vorwärtsbewegung die Scheibe verloren. Das kann, sollte aber nicht passieren", umschrieb Berwanger die Szene, die zum fünften Treffer der Gastgeber führte.

Für die Blue Devils gab es bereits vor dem Spielbeginn eine gute Nachricht. Die Spielgenehmigung für Tomas Divisek traf rechtzeitig ein, so dass der Neuzugang sein Debüt im Weidener Trikot feiern konnte. Und der 36-jährige Tscheche führte sich gleich gut ein: Bei der Gästeführung steuerte Divisek einen Assist bei, als Verteidiger Florin Ketterer mit einem mächtigen Schuss von der blauen Linie zum 0:1 traf (15).

Ausgeglichenes Spiel


Zuvor hatten sich beide Mannschaften ein ausgeglichenes Spiel geliefert. Selb besaß zwar leichte optische Vorteile, aber die Weidener Abwehr stand sicher. Die beste Chance hatten sogar die Blau-Weißen. Stürmer Ales Jirik steuerte alleine auf das Selber Gehäuse zu, um dann aber an Heimkeeper Marko Suvelo zu scheitern. Dass Weiden mit einer knappen Führung in die erste Drittelpause ging, verhinderte Sebastian Eickmann. Der Defensivspieler traf aus der Distanz (19.), EV-Torwart Fabian Hönkhaus war dabei die Sicht versperrt.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts gerieten die Blue Devils ins Wanken. Selb machte Druck und wurde für seine aggressive Spielweise durch zwei schnelle Tore von Herbert Geisberger (22.) und Landon Gare (26.) belohnt. In dieser Phase hatte der Gast, der völlig die Ordnung verloren hatte, viel Glück, nicht noch höher in Rückstand zu geraten. Mit der ersten konstruktiven Offensivaktion kamen die Oberpfälzer zurück in die Partie. Der Anschlusstreffer von Daniel Willaschek (32.) zum 2:3 hatte für das Selber Spiel Folgen. Der Gastgeber verlor den Faden, zeigte Schwächen in der Defensive. Diese nutzten Tomas Divisek (34.) sowie Michael Kirchberger nach toller Vorarbeit von Thomas Schreier (39.) aus. Einen 1:3-Rückstand hatte Weiden dank toller Moral binnen sieben Minuten in eine 4:3-Führung verwandelt.

Kampfstark gingen die Blue Devils auch im dritten Abschnitt zu Werke, die Tore machte aber Selb. Zunächst traf David Hördler zum 4:4 (49.), ehe Achim Moosberger einen Weidener Fehler ausnutzte und auf 5:4 für die Oberfranken erhöhte. Zweieinhalb Minuten vor dem Ende ging Berwanger Risiko und nahm Hönkhaus zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Der Gastgeber schaukelte die Führung aber letztlich nicht unverdient über die Runden. Ein Lob hatte Berwanger trotz allen Ärgers für Neuzugang Tomas Divisek übrig: "Er hat gezeigt, dass er uns weiterhelfen kann."

Freier Eintritt


Für das Heimspiel am Sonntag gegen den EHC Klostersee erinnern die Blue Devils an ihre Aktion. Wer am 30. Dezember 2015 gegen die Tölzer Löwen ein Ticket erworben hatte (egal ob Sitz- oder Stehplatzkarte), erhält gegen Klostersee freien Eintritt. Das Angebot gilt auch für Dauerkartenbesitzer. Diese erhalten bei Vorlage ihrer Dauerkarte zusätzlich ein kostenloses Stehplatzticket für eine Begleitperson.
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