Eishockey
Bitteres Aus in der Verlängerung

Die Blue Devils haben sich nach einem großen Kampf erhobenen Hauptes in die Sommerpause verabschiedet. Am Freitagabend verloren die Weidener das vierte Play-off-Match gegen den haushohen Favoriten EV Regensburg unglücklich mit 2:3 nach Verlängerung. Hier kämpfen die Weidener Ales Jirik (links) und Sebastian Wolsch (Zweiter von rechts) sowie die Regensburger Marius Stöber (rechts) und Lukas Heger um die Scheibe. Bild: Gebert
Sport
Weiden in der Oberpfalz
19.03.2016
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Die Blue Devils haben sich nach einem großen Kampf erhobenen Hauptes in die Sommerpause verabschiedet. Am Freitagabend verloren die Weidener das vierte Play-off-Match gegen den haushohen Favoriten EV Regensburg unglücklich mit 2:3 nach Verlängerung. Hier kämpfen die Weidener Ales Jirik (links) und Sebastian Wolsch (Zweiter von rechts) sowie die Regensburger Marius Stöber (rechts) und Lukas Heger um die Scheibe. Bild: Gebert

Der EV Regensburg hat die Aufstiegs-Play-offs zur DEL2 erreicht, doch die Blue Devils können erhobenen Hauptes in die Sommerpause gehen. Auch in Match vier der "Best-of-five"-Serie lieferten die Weidener dem haushohen Favoriten einen großen Kampf und hätten durchaus das Eis als Sieger verlassen können. In der Verlängerung schlug der US-Amerikaner Smith zu.

Die Blue Devils waren am Freitagabend ganz nah an einer erneuten Sensation, doch es hat nicht ganz gereicht. Auch im vierten Spiel verlangten die Weidener dem Aufstiegsfavoriten EV Regensburg alles ab und zwangen den Vorrunden-Primus der Oberliga Süd in die Verlängerung. Dort mussten sie sich unglücklich mit 2:3 (0:2, 1:0, 1:0, 0:1) geschlagen geben. Die Domstädter haben damit die "Best-of-five"-Serie mit 3:1-Siegen für sich entschieden.

"Wir sind zwar jetzt enttäuscht, aber es war ein super Spiel. Die Zuschauer haben eine Play-off-Schlacht mit höchstem Tempo gesehen, leider mit dem glücklichen Ende für Regensburg", sagte Devils-Trainer Markus Berwanger, dessen Mannschaft sich am Montagabend, die Uhrzeit steht noch nicht fest, mit der Trikotversteigerung von den Fans verabschiedet. Berwangers Kollege Doug Irwin war froh über den Sieg und sagte, "das Spiel hätte auch anders ausgehen können."

Drei Eigengewächse im Sturm


Bei den Blue Devils fehlten der gesperrte Stefan Ortolf und der verletzte Marcel Waldowsky (Gehirnerschütterung), der am Freitagabend das Krankenhaus in Regensburg verlassen konnte. Veit Holzmann rückte in den ersten Sturm zu Ales Jirik und Jakub Wiecki, die dritte Reihe bildeten drei Weidener Eigengewächse: Dominik Schopper, Michael Kirchberger und der 17-jährige Jugendspieler Lukas Zellner. Unverändert blieb nur der zweite Angriff mit Youngster Philipp Siller sowie den beiden Ausländern Tomas Divisek und Jacob Laliberte.

Regensburg übernahm sofort das Kommando, doch die Devils standen defensiv gut. Sie lauerten auf Konter und setzten mit schnellen Gegenstößen immer wieder Nadelstiche. In der 9. Minute ging der Favorit durch Marius Stöber in Führung. Vier Minuten später hatte Tomas Divisek in Unterzahl den Ausgleich auf dem Schläger. Der Tscheche suchte selbst den Abschluss, wobei ein Abspiel auf den mitgelaufenen Kanadier Jacob Laliberte besser gewesen wäre. Als dann erneut eine Strafe gegen Weiden angezeigt war, erhöhte Jeffrey Smith auf 2:0 für die Gäste (15.).

Anschlusstor durch Divisek


Zu Beginn des zweiten Abschnitts kontrollierte der Favorit das Geschehen und verwaltete clever den Vorsprung. Wie aus heiterem Himmel waren dann die Blue Devils wieder im Spiel, als Tomas Divisek in Unterzahl den Anschlusstreffer erzielte. Regensburg wurde jetzt wieder aktiver, doch beinahe hätte Jacob Laliberte einen Fehler zum 2:2 genutzt.

Der Ausgleich fiel dann in der 45. Minute beim einzigen Powerplay der Blue Devils in den gesamten rund 75 Minuten - Torschütze war Daniel Willaschek. Jetzt wackelte der Vorrunden-Meister endgültig, doch er fiel nicht. In der packenden Schlussphase lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch, wobei auf beiden Seiten mehrfach der entscheidende Treffer in der Luft lag.

Ebenso spannend verlief die Verlängerung. Mit etwas Glück hätten die Weidener das fünfte Match am Sonntag in Regensburg erzwingen können. Doch wie schon in Match eins, das die Devils ebenfalls in der "Overtime" verloren hatten, war Fortuna aufseiten des Favoriten. In der 76. Minute versetzte Jeffrey Smith den großartig kämpfenden Weidenern den "sudden death".
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