Eishockey
Blue Devils: Derby gegen Selb

Tor für die Blue Devils durch Stefan Ortolf: Am 6. Dezember 2015 besiegten die Weidener den VER Selb mit 9:3. Am Sonntag um 18.30 Uhr kommt es in der Hans-Schröpf-Arena zur Neuauflage des ewig jungen Derbys gegen die Oberfranken. Zuvor treten die Blue Devils am Freitag beim EHC Klostersee an. Bild: Gebert
Sport
Weiden in der Oberpfalz
18.02.2016
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Noch vier Vorrunden-Spiele, dann geht es für die Blue Devils in die Pre-Play-offs. Von welchem Platz aus, ist noch offen. "Wir brauchen noch einen, vielleicht sogar zwei Siege, um Rang acht zu halten", sagt Trainer Markus Berwanger.

Nach 36 von 40 Partien liegen die Blue Devils mit 43 Punkten auf Rang acht, der in den Pre-Play-offs das Heimrecht im ersten und - falls nötig - entscheidenden dritten Spiel garantiert. In Sicherheit dürfen sich die Weidener aber nicht wiegen, auch wenn Verfolger ERC Sonthofen (9./38) fünf Zähler Rückstand und nur noch drei Spiele zu absolvieren hat. "Wir wissen, dass wir noch nicht durch sind", sagt Trainer Markus Berwanger, der am Mittwoch seinen Vertrag um ein Jahr verlängert hat.

Um beim Vorrunden-Abschluss gegen Schönheide (26. Februar) und in Peiting (28. Februar) nicht unter Zugzwang zu stehen, wollen die Blue Devils möglichst an diesem Wochenende schon alles klarmachen. Doch die Aufgaben haben es in sich: Heute um 20 Uhr gastieren die Weidener beim EHC Klostersee (10./32), der nicht zu den Lieblingsgegnern zählt, und am Sonntag steigt um 18.30 Uhr in der Hans-Schröpf-Arena das wie immer brisante Derby gegen den VER Selb (5./55). Die Oberfranken kämpfen um die direkte Play-off-Qualifikation und wollen sich zudem für die 3:9- Pleite beim ersten Gastspiel in Weiden revanchieren.

"Selb ist nominell eine Spitzenmannschaft, hat aber zwei Gesichter. Das haben wir am eigenen Leib gespürt", erinnert sich Berwanger an den Heimtriumph, aber auch an das deprimierende 1:9 im ersten Duell in Selb. Beim zweiten Match in Oberfranken (4:5) war seine Mannschaft nahe an einem Punktgewinn. Neben der fehlenden Konstanz ist die Disziplin das größte Problem der Wölfe, bei denen Mitte Dezember Henry Thom den langjährigen Coach Cory Holden abgelöst hat. Beim Match in Weiden kassierten die Oberfranken am 6. Dezember 145 Strafminuten, darunter drei Spieldauerdisziplinar- und zwei Matchstrafen. In der Oberliga Süd liegen sie in der Strafenwertung mit 928 Minuten ganz hinten. Die Blue Devils sind mit lediglich 449 Strafminuten das fairste Team. Eventuell feiert bei Selb der inzwischen mit einem deutschen Pass ausgestattete Kanadier Jared Mudryk nach über zweimonatiger Verletzungspause sein Comeback.

Gefährliche Stürmer


Gegen den EHC Klostersee verloren die Devils beide Heimspiele (2:4, 4:7), siegten aber beim ersten Gastspiel in Grafing mit 5:3. Der Tabellenzehnte zeigt nach dem Trainerwechsel (Johannes Wieser für Andzejs Mitkevics) aufsteigende Tendenz. Am vergangenen Freitag brachte der EHC den Hauptrunden-Meister EV Regensburg beim knappen 5:6 an den Rand einer Niederlage, zwei Tage später gab es ein 5:2 in Schönheide. "Es wird schwer. Klostersee hat eine starke Offensive", weiß Devils-Coach Berwanger vor allem um die Gefährlichkeit der US-Amerikaner Cole Gunner und Charlie Taft.

Die Weidener treten mit Ausnahme der verletzten Verteidiger Ludwig Synowiec (Schulteroperation) und Florin Ketterer (Fingerbruch) komplett an. Da nur noch vier gelernte Verteidiger zur Verfügung stehen, läuft wie zuletzt in Bad Tölz erneut Veit Holzmann in der Abwehr auf.

Aufgebot Blue Devils: Hönkhaus, Huber - Herbst, Holzmann, Wolsch, Willaschek, Nägele, Schreier, Salinger - Wiecki, Jirik, Ortolf, Waldowsky, Divisek, Laliberte, Siller, Kirchberger, Schopper, F. Zellner.
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